Landesverband Rheinland-Pfalz

Priorisierung von Bahnhofsanierungen für eine erfolgreiche BUGA29

Die Korridorsanierung der Bahnstrecke Koblenz – Mainz wird nicht wie geplant im Jahr 2028 realisiert. Der VCD fordert die Deutsche Bahn auf, den barrierefreien Zugang zu den Bahnhöfen beidseitig des Rheins zwischen Bingen, Rüdesheim und Koblenz vorzuziehen und getrennt von der Korridorsanierung umzusetzen. Nur so wird die BUGA29 im Mittelrheintal einigermaßen komfortabel per ÖPNV erreichbar sein.

Ein Stopp der angelaufenen Sanierungsplanung wird dazu führen, dass sich der schleichende Qualitätsabbau der Bahninfrastruktur fortsetzt und den Besucher:innen der im Jahre 2029 stattfindenden BUGA im Mittelrheintal erhebliche Schwierigkeiten nicht nur bei der An-/Abreise bescheren.

Zentrale Bahnhöfe nicht barrierefrei

 „Wie wir uns vor Ort angeschaut haben, kann derzeit von Barrierefreiheit an vielen Bahnhöfen im Mittelrheintal nicht die Rede sein. Außerdem ist zu befürchten, dass die Qualität der Stationen hinsichtlich Verpflegungsmöglichkeiten, sanitären Anlagen und wetterentsprechenden Unterstellmöglichkeiten BUGA-Gästen den Besuch verleiden wird“, erläutert Dr. Rupert Röder, VCD-Vorsitzender.
Damit während der Bundesgartenschau im Jahr 2029 wenigstens die Bahnstationen einigermaßen barrierefrei aufgesucht werden können, fordert der VCD ihre Sanierung getrennt von der ursprünglich geplanten Generalsanierung umzusetzen. 

Getrennte Sanierung vor 2029

Dazu sind aus Sicht des Umweltverbandes drei Punkte von zentraler Bedeutung:

  • die behelfsmäßige Erhöhung der Bahnsteige auf 55 cm Normhöhe mithilfe von Holzkonstruktionen
  • die Anbringung von Schieberampen an Treppen, um die Mitnahme von Fahrrädern zu erleichtern.
  • die Aufzugeinbauten als Teilaspekt der Bahnhofssanierung auf 2028 vorzuziehen.

Im Blick auf einen reibungslosen Zugverkehr bei der Bundesgartenschau hält es der VCD außerdem für unerlässlich, dass Gleise und Weichen, die vielerorts vor über 20 Jahren aus kurzsichtigen Kostenersparnisgründen ausgebaut wurden, wieder eingerichtet werden, damit die steigenden Zugzahlen flexibel und zuverlässig bewältigt werden können. „Die hoch nachgefragte Strecke zwischen Mainz/Bingen und Koblenz ist die Hauptader von Rheinland-Pfalz in den Westen und Norden der Republik und bedarf dringend der Pflege“, betont Röder. Die vernachlässigten Sanierungen der letzten Jahre führen bereits heute im Personen- und Güterverkehr zu vielen Verspätungen und Unzuverlässigkeiten. Das lässt mit Blick auf eine BUGA29 nichts Gutes erwarten.

Landesregierung muss aktiv werden

Der VCD Landesverband Rheinland-Pfalz appelliert an den Bund und die Bahn, alles zu tun, um die zentralen Bahnstrecken und insbesondere die linke Rheinstrecke zu sanieren und fit für die Zukunft zu machen. „Von der Regierung in Rheinland-Pfalz erwarten wir, die Situation, die die elementar wichtigen Nord-Süd-Verbindungen der Republik betrifft und eben auch die Bundesgartenschau, mit Nachdruck darzustellen“, wendet sich Röder auch an die Vertreter des Landes. 

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