Sanierungen

Frage: Beabsichtigen Sie, für eine durchgängige Beachtung des (künftigen) Radverkehrbedarfs bei Straßenplanungen zu sorgen?

SPD

Ja – eindeutig. Wir wollen ein modernes, sicheres und durchgängiges Radwegenetz schaffen und damit die alltägliche Radmobilität weiter stärken. Radwege zählen für uns daher als Teil einer zukunftsfähigen Infrastruktur. Der Radverkehr muss systematisch und durchgängig in der Verkehrs- und Straßenplanung berücksichtigt werden.

Bündnis 90 / Die Grünen

Der Bedarf des Rad- und Fußverkehrs muss bei allen Straßenplanungen und Sanierungen verbindlich berücksichtigt werden. Dabei sind die Richtlinien für Radverkehrsinfrastruktur konsequent anzuwenden. Wir sprechen uns dafür aus, dass die Sanierung einer Straße keine verpasste Chance mehr sein darf, sondern Maßnahmen zur Verkehrssicherheit und Verbesserung des Radverkehrs miteinbezogen werden müssen.

FDP

Bei Neu-, Um- und Ausbauplanungen an Bundes- und Landesstraßen wird bereits heute geprüft, ob eine geeignete Führung des Radverkehrs - unter Einbeziehung der Radverkehrsnetze in der Zuständigkeit der jeweiligen Gebietskörperschaften - besteht. Andernfalls wird die Neuanlage im Zuge der Maßnahme geprüft.
Bei Straßensanierungen, die in der Regel im Bestand und insbesondere aus Gründen der Verkehrssicherheit erfolgen, sind keine zeitaufwendigen, umfangreichen Planungen und Baurechtsbeschaffung erforderlich. Um dringend benötigte Sanierungen zeitlich nicht zu verzögern, werden hier keine Radwege mitgeplant. Unabhängig davon kann ein Radweg als selbständige Maßnahme sinnvoll sein.

CDU

Sanierung heißt für uns nicht „wie bisher“, sondern zukunftsfähig. Deshalb soll bei der Sanierung von Straßen und Brücken der Bedarf für sicheren Rad- und Fußverkehr systematisch mitgeplant und berücksichtigt werden. Wir stärken die Planungskapazitäten, setzen auf Vorratsplanungen und ertüchtigen den LBM, damit bei anstehenden Maßnahmen moderne, sichere Radwege von Anfang an mitgedacht und mitgebaut werden können. Unser Ziel ist eine Infrastruktur aus einem Guss, in der Straße, Rad- und Fußverkehr sinnvoll zusammenpassen.

Die Linke

Um Kapazitäten für den Wegebau frei zu machen, wollen wir keinen zusätzlichen Ausbau von Autostraßen in Rheinland Pfalz. Der Fokus sollte vor alle m auf dem Ausbau der Strecken von klimaneutralen Verkehrsträgern (Bahn und Rad) liegen und auf der Sanierung von Bestandsstrecken aller Art. Damit wollen wir gewährleisten, dass die Wege und Straßen in Rheinland Pfalz in Gänze verbessert werden, da viele einer Buckelpiste gleichen. Dies schließt für uns die Gleichbehandlung der unterschiedlichen Wege und Straßen mit ein. Allg emein wollen wir Gelder aus Straßenneubauten und fossilen Subventionen in Bahn, Bus und Radwege umgelenkt: Der Fokus muss auf dem Ausbau klimafreundlicher Mobilität liegen.

Freie Wähler

Das ist eine grundlegende Voraussetzung für den Verkehr der Zukunft. Die Niederlande haben es uns doch vorgemacht, wir müssen nur bereit sein, aus deren Erfahrungen der letzten Jahre zu lernen und auch bei uns zukunftsfähige Konzepte zu entwickeln und umzusetzen. Dafür muss allerdings zuerst der LBM mit seinen Planungen moderner und zukunftsorientierter werden.