VCD Rheinland-Pfalz Nachrichten http://rlp.vcd.org en-gb VCD vor Ort Mon, 07 Sep 2026 10:15:28 +0200 Mon, 07 Sep 2026 10:15:28 +0200 TYPO3 EXT:news news-21530 Thu, 27 Aug 2026 11:27:59 +0200 Wissen, wie es geht: Mit dem Bus zur Schule /startseite/detail/wissen-wie-es-geht-mit-dem-bus-zur-schule Damit alle möglichst gute und gleiche Chancen für die Fahrt zur Schule haben und zugleich auch die Möglichkeit erhalten, Mitschüler:innen zu besuchen und sich in die erweiterte Mobilität hineinzutasten, fordert der VCD im Übrigen, dass das Wahlversprechen umgesetzt wird, allen Schüler:innen in Rheinland-Pfalz ein Deutschlandticket zur Verfügung zu stellen. 

Bevor das neue Abenteuer startet

Es lohnt sich vorab, einige grundlegende Fragen zu beantworten.

  • Welche Erfahrungen hat mein Kind bisher in puncto Fahren mit dem ÖPNV gesammelt? Ist das Kind schon zu Grundschulzeiten oder in der Freizeit häufig(er) Bus oder Straßenbahn gefahren? 
  • Je nach Wohnort sind die Voraussetzungen sehr unterschiedlich. Wohne ich in einer Großstadt, muss ich mit vollen Bussen und Bahnen und evtl. auch Umsteigen auf dem Schulweg rechnen. Dafür fährt der Bus oder die Bahn wahrscheinlich häufiger.  
  • Gibt es mehrere Linien, die die Schule ansteuern? Welcher (Schul-)Bus ist für mein Kind die beste Option? Handelt es sich um einen Linien- oder Schulbus? 
  • Um wieviel Uhr fährt der Bus bzw. die Bahn ab? Wann beginnt die Schule? Kommt mein Kind mit eventueller Verspätung zurecht? Ist es möglich (und vielleicht auch sinnvoll?), dass mein Kind einen früheren Bus, eine frühere Bahn nimmt, um Verspätungen besser auffangen zu können? 
  • Gibt es Kinder aus der Nachbarschaft, die die gleiche Schule besuchen und mit denen mein Kind den Weg zur Haltestelle gemeinsam zurücklegen könnte? Gerade in den ersten Wochen kann das eine große Hilfe für die neuen Fünftklässler:innen sein.

Gegen Ende der Sommerferien lohnt es sich, den neuen Schulweg gemeinsam zu üben. Dabei kann die erwachsene Begleitperson dem Kind beim ersten Mal gerne helfen, sich zurecht zu finden. Bei mehrmaligem gemeinsamen Üben sollten die Erwachseen sich natürlich immer mehr zurückzuhalten, damit das Kind den neuen Weg alleine meistern lernt.

 

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news-21529 Thu, 27 Aug 2026 10:40:30 +0200 Apokalypse – nein, noch nicht /startseite/detail/apokalypse-nein-noch-nicht Nein, es ist noch nicht die Apokalypse, wie im esoterischen letzten Buch der Bibel geschildert. Obwohl die dort beschworenen Bilder sich fast so anhören,

„[er] goss seine Schale aus über die Sonne, und es wurde der Sonne die Macht gegeben, die Menschen zu peinigen mit ihrer Glut. Und die Menschen wurden mit grosser Hitze geschlagen, 
[..] Und der sechste Bote Gottes goss seine Schale über den großen Fluss Eufrat, und sein Wasser versiegte“ Offb. 16 (12)

 

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news-21544 Tue, 25 Aug 2026 10:44:00 +0200 „Mobilitätspolitik ist viel mehr als der Bau von Autostraßen“ /startseite/detail/mobilitaetspolitik-ist-viel-mehr-als-der-bau-von-autostrassen Natürlich wird jetzt verteidigend argumentiert, dass eben kein Geld da sei. Aber der klimaschutzfeindliche Neu- und Ausbau von Straßen für Autos wird trotzdem für Dutzende und Hunderte von Millionen Euro weiterverfolgt. Selbst da, wo die Verantwortlichen inzwischen einräumen, dass die Projekte heute nicht mehr genehmigungsfähig wären, weil schlicht kein Bedarf nachweisbar sei - aber genehmigt sei nun mal genehmigt. 

Marode Infrastruktur zukunftsfähig sanieren

Das betrifft auch eines der zentralen verkehrspolitischen Themen im Koalitionsvertrag: die vielerorts marode Infrastruktur. Bei den anstehenden Sanierungen soll es nach Anspruch der Koalition nämlich nicht nur darum gehen, den bisherigen Zustand wiederherzustellen. Straßen- und Brückensanierungen sollen vielmehr zukunftsfähig werden. Das bedeutet, dass der Bedarf für sicheren Rad- und Fußverkehr von Beginn an ausdrücklich berücksichtigt werden soll.
Nach 100 Tagen beklagt der VCD: Viele Millionen Euro werden nicht nur in die notwendige Sanierung von Brücken und Straßen gesteckt, sondern fließen in den klimaschädlichen Neu- und Ausbau von Straßen. Von systematischer Berücksichtigung der Bedürfnisse von Zu-Fuß-Gehenden und Radfahrenden sind wir meilenweit entfernt.

Deutschlandticket für alle Schüler:innen

Kurz vor den Wahlen sah insbesondere die CDU beim Thema Zugang zum öffentlichen Verkehr für Kinder und Jugendliche klaren Handlungsbedarf. Aus ihrer Sicht sollten alle Schülerinnen, Schüler und Auszubildenden, unabhängig vom Wohnort, ein vom Land finanziertes Deutschlandticket erhalten. 
Hierbei handelt es sich nicht um ein langfristiges Infrastrukturprojekt. Ein landesweit finanziertes Ticket wäre eine politische Entscheidung, die für viele Familien in Rheinland- Pfalz unmittelbar spürbar wäre – ausnahmsweise im positiven Sinne. Doch kaum ist die Wahl vorbei, scheint das Schülerticket nicht mehr finanzierbar. Selbst eine angemessene Kostenbeteiligung für alle – also ein ermäßigtes Deutschlandticket für Schüler:innen und Auszubildende scheint in weite Ferne gerückt. 

Einführung von Tempo 30 erleichtern

Auch beim Verkehrslärm setzt der Koalitionsvertrag ambitionierte Ziele. Die rechtssichere Einführung von Tempo 30 in Städten und Gemeinden soll schnellstmöglich erleichtert werden. Das könnte insbesondere für Kommunen ein wichtiges Instrument sein, um Lärmbelastungen zu reduzieren und die Lebensqualität vor Ort zu verbessern.
Nach 100 Tagen könnte auch hier das Engagement der Landesregierung deutlich größer ausfallen. Denn Tempo 30 erhöht nicht nur die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden und mindert die Lärmbelästigung, es wäre auch ein wichtiger Beitrag für mehr wirksamen Klimaschutz. Ein weiteres Wahlversprechen, dass die Koalition gerade auch mit Hinblick auf den Verkehrssektor dringend umsetzen wollte.

Fazit

Der VCD fordert daher: Die Landesregierung muss sich besinnen und die vor den Wahlen oder im Koalitionsvertrag geäußerten Ankündigungen einer modernen, nachhaltigen Verkehrspolitik umsetzen. „Mobilitätspolitik ist viel mehr als der Bau von Autostraßen“, mahnt Rupert Röder, Landesvorsitzender des VCD.

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news-21448 Mon, 10 Aug 2026 16:26:10 +0200 40 Jahre VCD: Mobilitätskongress in Bonn blickt nach vorn /startseite/detail/40-jahre-vcd-mobilitaetskongress-in-bonn-blickt-nach-vorn Der Kongress findet im Jubiläumsjahr am Gründungsort des VCD statt: Vor 40 Jahren wurde der Verband in Bonn gegründet und setzt sich seitdem für eine umwelt- und sozialverträgliche Verkehrspolitik ein. Dieses Jubiläum bildet den Anlass, Bilanz zu ziehen und zugleich den Blick nach vorne zu richten. Im Mittelpunkt stehen dabei die Fragen, welche politischen Weichen jetzt gestellt werden müssen und wie die Mobilitätswende in Städten und Regionen erfolgreich umgesetzt werden kann. Fachvorträge, Diskussionen und Praxisbeispiele zeigen Wege auf, wie nachhaltige Mobilität gelingen kann – von innovativen Infrastrukturprojekten bis hin zu erfolgreichen kommunalen Strategien.

Ergänzt wird der Kongress durch mehrere Exkursionen, die am Samstag, 7.11., stattfinden, u.a. ins Ahrtal und zu der aktuell gesperrten Nordbrücke (A565) in Bonn.

Mit dem Mobilitätskongress möchte der VCD Menschen zusammenbringen, die die Verkehrswende aktiv gestalten und Impulse für eine Mobilität setzen, die den Bedürfnissen der Menschen gerecht wird und gleichzeitig Klima, Umwelt und Lebensqualität stärkt.

Das vollständige Programm sowie Informationen zur Anmeldung gibt es hier. 
Die ermäßigten Teilnahmegebühren für VCD-Mitglieder belaufen sich auf 40€.

Anschließend, am 8. November findet die Bundesdelegiertenversammlung in Bonn statt, die für alle VCD- Mitglieder offen ist und den Abschluss der 40-Jahr Feierlichkeiten bildet.

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news-21447 Mon, 10 Aug 2026 16:21:00 +0200 Museums-InterCity fährt ab Koblenz an den Bodensee /startseite/detail/museums-intercity-faehrt-ab-koblenz-an-den-bodensee Gezogen wird der Zug von einer Elektrolokomotive der Baureihe 103, die einst das Aushängeschild des Fernverkehrs der Deutschen Bundesbahn war.

Die Reise führt frühmorgens von Koblenz u.a. über Bingen, Mainz, Worms nach Friedrichshafen sowie weiter nach Lindau. Die Rückfahrt erfolgt am gleichen Tag. Die Fahrgäste reisen in originalen InterCity-Wagen der ersten oder zweiten Klasse. Ein historischer Speisewagen und ein Bistrowagen sorgen für die gastronomische Versorgung während der Fahrt.

Am Bodensee können die Reisenden ihren Aufenthalt individuell in Friedrichshafen oder Lindau gestalten. Zusätzlich werden optionale Programmpunkte wie eine Schiffsfahrt, eine Stadtführung in Lindau oder eine Oldtimer-Busrundfahrt angeboten. Die Fahrpreise beginnen bei 109 Euro inklusive Sitzplatzreservierung. Mehr Informationen

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news-21434 Sun, 09 Aug 2026 08:39:16 +0200 Warten auf die Radroute /startseite/detail/warten-auf-die-radroute Pendler-Radroute Nord: Fünf Jahre Stillstand

Der VCD Ludwigshafen-Vorderpfalz zieht eine ernüchternde Bilanz der Radverkehrsförderung in der Region. Trotz jahrelanger Planungen, zahlreicher Ankündigungen und einer abgeschlossenen Machbarkeitsstudie ist die Pendler-Radroute Worms–Frankenthal–Ludwigshafen bis heute nicht über die Vorbereitungsphase hinausgekommen.

Im Mai 2021 wurde die Machbarkeitsstudie mit großem öffentlichen Interesse vorgestellt. Die damalige rheinland-pfälzische Verkehrsministerin Sabine Schmitterklärte damals, alle sieben Pendlerradrouten des Landes sollten bis 2026 im Bau oder bereits fertiggestellt sein.

Heute, fünf Jahre später, teilt der Landesbetrieb Mobilität (LBM) mit, die Route befinde sich weiterhin „in den Abstimmungen der nächsten Schritte für den weiteren Realisierungsprozess". Mit anderen Worten: Selbst eine Entwurfsplanung liegt noch nicht vor.

Zum Vergleich: Für die südliche Pendler-Radroute Ludwigshafen–Schifferstadt wurden bereits 2023 Planungsleistungen vergeben. Die nördliche Verbindung, die täglich tausenden Berufspendlerinnen und Berufspendlern zwischen dem Raum Worms, Frankenthal und dem BASF-Standort eine attraktive Alternative zum Auto bieten könnte, kommt dagegen kaum voran.

Helmut-Kohl-Allee: Komfortversprechen auf der Kippe

Bereits im Bürgerdialog zur Verschwenkung der Stadtstraße im Mai 2021 sagte die Stadt Ludwigshafen zu, Radfahrenden und Fußgängern durch eine sogenannte progressive Ampelschaltung eine Querung der neuen Stadtstraße ohne Zwischenstopp auf einer Mittelinsel zu ermöglichen.

Ob dieses Versprechen eingehalten werden kann, ist inzwischen völlig offen. Wer künftig aus Richtung Norden in die Innenstadt radelt, muss im ungünstigsten Fall an drei Ampeln halten, um den bis zu neun Fahrstreifen breiten Straßenzug zu überqueren.

Hinzu kommt ein weiteres Problem: Im Bürgerdialog wurde ausdrücklich eingeräumt, dass die Einbindung der Pendler-Radroute Worms–Ludwigshafen in die Planung der Helmut-Kohl-Allee bislang „leider noch nicht berücksichtigt" worden sei.

Fördermittel vorhanden – politischer Wille fehlt

Nach Auffassung des VCD liegt das Problem nicht am Förderrecht, sondern an den Prioritäten.

Die Helmut-Kohl-Allee ist Teil der Bundesstraße 44. Investitionsentscheidungen für Bundesstraßen orientieren sich am Bundesverkehrswegeplan, dessen Nutzen-Kosten-Bewertung nahezu ausschließlich auf dem motorisierten Verkehr basiert. Der Komfort für Radfahrende und Fußgänger spielt in diesem Verfahren praktisch keine Rolle.

Gleichzeitig stellt das Land Rheinland-Pfalz über das Bundesförderprogramm „Stadt und Land" ausdrücklich Mittel für eine radverkehrsfreundliche Infrastruktur bereit – auch für optimierte Ampelschaltungen und komfortable Querungen.

Da die Stadt Ludwigshafen Baulastträgerin der B44 im Stadtgebiet ist, liegt die Entscheidung über eine komfortable Querung letztlich bei ihr. Der VCD sieht deshalb nicht fehlende Fördermöglichkeiten als Problem, sondern den mangelnden politischen Willen, vorhandene Förderprogramme konsequent für den Radverkehr zu nutzen.

Auch außerhalb Ludwigshafens stocken die Planungen. Weder auf Frankenthaler Gemarkung noch in den betroffenen Gemeinden des Rhein-Pfalz-Kreises sind wesentliche Fortschritte erkennbar. Damit bleibt die gesamte Pendler-Radroute hinter den politischen Ankündigungen zurück.

Besonders bedauerlich ist dies vor dem Hintergrund der jahrelangen Einschränkungen im Autoverkehr durch den Umbau der Hochstraßen und die Arbeiten an den Rheinbrücken. Gerade in dieser Situation könnten viele Pendlerinnen und Pendler auf das Fahrrad umsteigen – vorausgesetzt, es stünde eine leistungsfähige und durchgängige Radinfrastruktur zur Verfügung.

VCD fordert verbindliche Schritte

„Was wir in Ludwigshafen erleben, ist kein Einzelfall – aber besonders augenfällig", sagt der Vorsitzende Helmut Buchholz. „Radverkehr wird in Leitbildern priorisiert und in Bürgerdialogen mit Komfortversprechen versehen. Sobald es konkret wird und es um Geld sowie Zuständigkeiten geht, gerät er wieder ins Hintertreffen."

Der VCD Ludwigshafen-Vorderpfalz fordert deshalb:

  • einen verbindlichen Zeitplan für die Entwurfsplanung der Pendler-Radroute Nord einschließlich eines regelmäßigen öffentlichen Berichtswesens;
  • die nachträgliche Integration der Pendler-Radroute in die Planung der Helmut-Kohl-Allee, solange noch Gestaltungsspielräume bestehen;
  • die Beantragung von Fördermitteln aus dem Bundesprogramm „Stadt und Land" für eine leistungsfähige und komfortable Querung der Helmut-Kohl-Allee;
  • die Einhaltung des ursprünglichen Versprechens einer möglichst kreuzungsfreien und wartearmen Querung der neuen Stadtstraße für den Radverkehr.
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news-21433 Sun, 09 Aug 2026 07:51:44 +0200 Zukunftsquartiere brauchen verbindliche Leitplanken /startseite/detail/zukunftsquartiere-brauchen-verbindliche-leitplanken Der VCD Ludwigshafen-Vorderpfalz hat zum Rahmenplan „Zukunftsquartiere Helmut-Kohl-Allee" Stellung genommen. Wir begrüßen die Chance, die der Rückbau der Hochstraße Nord für eine bessere Verbindung von Innenstadt, Hemshof, Bahnhof und Friedenspark eröffnet.

Damit die neuen Quartiere tatsächlich lebenswert, klimaresilient und zukunftsfähig werden, fordert der VCD jedoch verbindlichere Vorgaben: Der Friedenspark muss dauerhaft in seiner Fläche gesichert, die Quartiere als Schwammstadt mit Bäumen, Grünflächen und Regenwasserrückhalt entwickelt und die Mobilität konsequent auf Fuß- und Radverkehr, ÖPNV, Sharing-Angebote sowie autoreduzierte Wohnbereiche ausgerichtet werden.

Besondere Bedeutung haben aus unserer Sicht gut ausgestattete Mobility Hubs und wohnortnahe Mobilpunkte, kurze und barrierefreie Wege zu Bus und Bahn sowie die langfristige Sicherung der Stadtbahn- und Straßenbahninfrastruktur. Unsere vollständige Stellungnahme finden Sie hier: t3://file?uid=28129

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news-21411 Thu, 06 Aug 2026 11:12:43 +0200 Was ist eigentlich – ein Fahrrad? /startseite/detail/was-ist-eigentlich-ein-fahrrad Die Verordnung wird direkt in Absatz (2) aufgebohrt, um Pedelecs einzuschließen: „Als Fahrrad gilt auch ein Fahrzeug im Sinne des Absatzes 1, das mit einer elektrischen Trethilfe ausgerüstet ist ...“ Die zulässige Stärke der „Trethilfe“ wird dann genau beschrieben. Auch das hier abgebildete gelbe Kleinkabinenfahrzeug, das von sich behauptet, ein Rad zu sein, hat damit wohl Recht.

 

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news-21398 Tue, 04 Aug 2026 10:29:03 +0200 Critical Mass in Altenkirchen und Betzdorf /startseite/detail/critical-mass-in-altenkirchen-und-betzdorf Die nächsten Termine für Altenkirchen sind: 28. August und 30. Oktober, jeweils um 17:00 Uhr. Treffpunkt ist in Altenkirchen immer die Wendeplatte am Schulzentrum (Halfpipe)

In Betzdorf findet die nächste Critical Mass am Freitag, 25. September, 16:00 Uhr statt. Treffepunkt ist in der Bahnhofstr. 17, vor Pieroth's Café.

Wir brauchen in Altenkirchen und Umgebung mehr, bessere und sicherere Fahrradwege! Je mehr Leute mitmachen, umso sichtbarer sind wir. Deshalb gebt den Aufruf weiter!

Unter der Bezeichnung Critical Mass versteht man eine weltweite Bewegung, bei der sich Radfahrende treffen, um mit gemeinsamen Fahrten durch Innenstädte auf den Radverkehr aufmerksam zu machen. Seit 2022 gibt es auch in Altenkirchen eine solche Critical Mass, um auf entspannte Art zu zeigen, dass Radfahrende auch in Altenkirchen ein zu respektierender Teil des Verkehrs sind.

weitere Informationen: www.political-ak.de/event/critical-mass-altenkirchen-3/

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news-21395 Sat, 01 Aug 2026 12:13:25 +0200 Drei Radtouren zu attraktiven Fahrzielen /startseite/detail/vcd-bietet-radtouren-beim-stadtradeln-ludwigshafen-an Drei Touren-Termine bietet der VCD) Ludwigshafen-Vorderpfalz in in Kooperation mit der LUKOM an. In Langstrecken mit jeweils etwa 50 Kilometer Fahrtstrecke wird die Pfalz Richtung Norden nach Worms, Richtung Speyer im Süden und nach Bad Dürkheim in westlicher Richtung erkundet.

 Die Tour „Vom Rhein zum Wein“ führt von Ludwigshafen nach Bad Dürkheim (Sonntag, 30. August, 10.30 bis ca. 16 Uhr). Die Route verläuft über Lambsheim, entlang der Isenach nach Erpolzheim und über das  Römische Weingut zur Einkehr im Weingut Barth, Bad Dürkheim. Vorbei an der Fischtreppe Isenach, dem Naturgarten Papillon und dem Gradierwerk führt der Rückweg über den Ort Birkenheide nach Ludwigshafen.

Die „Tour nach Worms zum Erlebnisgarten“ (Samstag, 12. September, 10.30 bis ca. 16 Uhr) führt vorbei am Willersinnweiher, zur Petersau und nach Worms mit Einkehr in der Parkwirtschaft im Wäldchen. Nach einem Besuch im Erlebnisgarten geht es zurück über den Silbersee nach Ludwigshafen.

Die „Tour nach Speyer mit renaturiertem Woogbach“  (Samstag, 19. September, 10.30 bis ca. 16 Uhr) führt zum Rehbach und folgt dem Rheinradweg über Altrip nach Speyer. Dort ist eine Einkehr im Biergarten Alter Hammer direkt am Rhein vorgesehen. Dann führt die Route entlang des Woogbach, wo dessen Wandel „Vom Abwasserkanal zum naturnahen Grünzug“ eindrucksvoll erlebbar wird. Der Rückweg führt über Schifferstadt zurück nach Ludwigshafen.

Diese und weitere geführte Touren werden auch auf www.lukom.com/tourismus vorgestellt.

Die Teilnahme an den Touren erfolgt auf eigenes Risiko, die Fahrräder der Teilnehmenden müssen verkehrssicher sein und der StVZO entsprechen. 

 Auf der Website www.stadtradeln.de/ludwigshafen kann man sich beim Stadtradeln Ludwigshafen 2026 registrieren. Wer mag darf sich gerne unserer STADTRADELN-Grupper “Stammtisch nachhaltige Mobilitiät des VCD” anschließen. 

 Das Stadtradeln in Ludwigshafen wird gesponsert von der LUKOM und der Sparkasse Vorderpfalz. Koordiniert wird diese Initiative von der Stabsstelle Klimaschutz der Stadt Ludwigshafen.

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news-21349 Thu, 23 Jul 2026 09:15:31 +0200 Sicherheitsfragen bleiben offen /startseite/detail/sicherheitsfragen-bleiben-offen Der VCD und andere Ortskundige bemängelten beim Termin insbesondere das Fehlen von Fußgängerüberwegen („Zebrastreifen“) rund um den geplanten Minikreisverkehr sowie die Unterschreitung von Mindestmaßen: Die Gehwege seien zu schmal angesetzt, ebenso die Fahrradschutzstreifen. Der „Dooring-Schutz“, der Sicherheitsstreifen neben dem ruhenden Verkehr, würde nicht den heutigen Autogrößen gerecht werden. Claudia Kunz, Sprecherin des VCD und selbst Anwohnerin im beplanten Bereich, erklärt, „eine Straßenumgestaltung für die nächsten Jahrzehnte muss die Verkehrsteilnahme und die Sicherheit für alle Menschen zuverlässig gewährleisten“.

VCD fordert Tempo 30

Die Regelmaße würden, wie Kunz bemängelt und auch die Planer einräumen, teils deutlich unterschritten, um neben einer auskömmlichen Fahrbahnbreite für den Kfz-Verkehr möglichst viele Parkstände unterzubringen. „Die Planung beseitigt nicht das Problem, dass Radfahrende auf der Koblenzer Straße und Am Rupertsberg auch in Zukunft oft mit zu geringem Sicherheitsabstand überholt werden“, befürchtet Kunz. Um eine sichere Führung von Rad- und Autoverkehr neben den Parkplätzen zu erreichen, bedürfe es einer Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h. Ohne diese wären Rad- und E-Scooter-Fahrer gefährdet, viele würden in der Folge auf den Gehweg ausweichen und dort wiederum den Fußverkehr bedrängen. Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) als Planungs- und Genehmigungsbehörde, der die Sachlage kennt, müsse bereits im Rahmen der Planfeststellung auf die Temporegelung als notwendigen Teil des Straßenkonzepts hinweisen.

Zebrastreifen müssen mit geplant werden

Für Menschen, die zu Fuß unterwegs sind, bedeutet die mit den Ausbaumaßnahmen bezweckte Verflüssigung des Kfz-Verkehrs angesichts des hohen Verkehrsaufkommens auch erhebliche Schwierigkeiten bei der Fahrbahnquerung. Deshalb müssten bereits die Planungsunterlagen an den Abzweigungen des Kreisels zwingend Zebrastreifen vorsehen. Nach StVO bzw. der VwV habe die Sicherheit Vorrang vor der Flüssigkeit des Verkehrs. Zudem gelte die Flüssigkeit für alle Verkehrsteilnehmenden in gleicher Weise, wie Kunz betont. Am Ende werden die verkehrsrechtlichen Anordnungen zwar von der Straßenverkehrsbehörde der Stadt Bingen getroffen, die Planungsunterlagen stellen jedoch die notwendige Grundlage dar. Eine nachträgliche Einrichtung von Zebrastreifen würde aufwändige Verwaltungsverfahren und erneute bautechnische Eingriffe verlangen – obwohl alle vom Bürokratieabbau und Kosteneinsparungen reden.

„Wir werden dranbleiben und einfordern, die Belange des Fuß- und Radverkehrs angemessen zu berücksichtigen“, resümiert Claudia Kunz.

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news-10848 Wed, 22 Jul 2026 10:59:02 +0200 Sicher mit dem Fahrrad zur Schule /startseite/detail/sicher-mit-dem-fahrrad-zur-schule-1 Wenn das „Elterntaxi“ unvermeidlich erscheint, dann sollten auf jeden Fall die letzten paar hundert Meter zu Fuß zurückgelegt werden. Das vermeidet nicht nur das gefährliche Autogedränge vor der Schule. Es erspart dem Kind auch die Peinlichkeit, unter den Augen der anderen Kinder von den Eltern „umsorgt“ zu werden.

Für die Fahrt zur Schule mit dem Rad, gibt der VCD folgende Tipps, damit die Kinder und Jugendlichen sicher und gut fahren:

Bekannte Routen wählen: 

  • Fahren, wo man sich auskennt, bzw. auf Routen, die man aus vertrauenswürdigen Empfehlungen lernt.

Sich Infos bei Routenplanern und Rad-Navis holen: 

  • Der VCD empfiehlt openstreetmap.org mit der App OsmAnd; auch bei maps.google.de findet sich ein Routing für den Radverkehr. OpenStreetmap bietet häufig drei verschiedene Routenmodelle zur Auswahl an.

Vorgeschlagene Routen prüfen:

  • Verschiedene Modelle eines Routenplaners und erst recht verschiedene Planer empfehlen oft deutlich unterschiedliche Routen. Daher unbedingt die Vorschläge in der Realität überprüfen. Die Computerprogramm und Handy-Apps entscheiden nach abstrakten Informationen und kennen die konkrete Situation vor Ort nicht.
  • Zum Beispiel sind Strecken, die über Nebenstraßen führen, oft angenehmer und sicherer zu nutzen als Routen auf schlechten Radwegen oder auf lediglich freigegebenen Gehwegen an Hauptstraßen. Radroutenplaner tendieren dazu, ausgewiesene Radwege vorzuziehen, selbst wenn es örtlich für den Radverkehr sicherere und angenehmere Wegeführungen gibt.

Probe fahren:

  • Eltern sollten mit den Kindern die Route tatsächlich ausprobieren und sie daraufhin ggfs. nochmals korrigieren;
  • auf schwierige Stellen sollten Kinder auf diese hingewiesen werden, ihnen die Probleme erklärt und mit ihnen das Fahrverhalten an diesen Stellen geprobt werden.

Einzurechnendes Fehlverhalten von Autofahrern thematisieren:

  • Z.B., wo haben Autofahrer ein eingeschränktes Blickfeld und könnten die Kinder übersehen (Straßeneinmündungen, Ein- und Ausfahrten, Fußgängerampeln)?
  • Führt ein Radweg zu dicht an (legalen oder nur faktischen) Autoabstellplätzen vorbei? Autotüren, die geöffnet werden, stellen eine erhebliche Gefahrenquelle dar („Dooring-Zone“).

Beim Radfahren die Verkehrssituation im Blick haben:

  • Blickkontakt halten zu anderen Verkehrsteilnehmenden.
  • Spur- und Richtungswechsel nur, wenn man die Situation übersehen kann, und nach Anzeige der Absicht (Handzeichen für den nachfolgenden Verkehr wenigstens kurz geben, auch wenn sonst einhändiges Fahren untersagt ist. Einhändiges Fahren muss auch geprobt werden).
  • Stets den Abstand von 1 bis 1,50 Metern zu parkenden und fahrenden Autos einhalten. Dass Radfahrende einen Abstand von 1,50 Meter zum parkenden Kraftfahrzeug einhalten, damit sie zur Gefahrenminimierung beitragen, wird sogar gerichtlich erwartet.
  • Demgemäß daher auf einer normalbreiten Autospur ungefähr in deren Mitte fahren! Die Gefahr des „toten Winkels“ (oft steht auf LKWs auch französisch angle mort) beachten und niemals rechts von fahrenden oder anfahrenden LKWs, Bussen oder anderen Auto fahren oder dort halten.

Für ein verkehrssicheres Rad sorgen:

  • Für gut funktionierende Bremsen sorgen. Jede Fahrt mit einer kurzen Bremsprobe beginnen.
  • Für gute Beleuchtung sorgen. Wo Unterführungen auf dem Weg liegen oder bei Dämmerung/Dunkelheit: Beleuchtung anschalten. Am besten das Licht immer an lassen. Das fordert, wenn man einen Nabendynamo plus LED-Lampen hat, keinen spürbaren Kraftwand. Bei Dunkelheit darauf achten, dass das Licht vorne und hinten tatsächlich funktioniert.
  • Reflektierende Elemente am Rad anbringen, wie vorgeschrieben. Da diese immer mal wieder verlorengehen, gelegentlich prüfen.
  • Für eine stabile Unterbringung des Gepäcks auf dem Gepäckträger oder in Radtaschen sorgen.

Sicherheit erhöhen

  • Im Winter helle Oberkleidung tragen.
  • Auf kritischen Strecken, auch wenn unschick und lästig: Sicherheitswesten überziehen.
  • Helm nutzen, auch wenn es schwerfällt.

Sicherheit zum öffentlichen Thema machen

  • „Vision Zero“ bedeutet, dass das Ziel von Gesellschaft, Politik und Verkehrsplanung sein muss, dass der Straßenverkehr keine Toten und Schwerverletzten mehr verursacht. Das ist keine Utopie: In Helsinki ist nach Einführung der fast generellen Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h seit einem Jahr kein Verkehrstoter mehr zu beklagen. Auch hierzulande dürfen die Verkehrstoten, weder Kinder noch Erwachsene, nicht als unvermeidliche Begleiterscheinung des modernen Lebens gelten.
  • Der VCD ruft dazu auf, dass Tempo 30 die Standardhöchstgeschwindigkeit innerorts in Deutschland wird, und initiiert hierfür Kampagnen. Wer kann, ist zur Unterstützung aufgerufen.
  • Vor Schulen und Kindertagesstätten und an hochfrequentierten Schulwegen kann Tempo 30 nach der StVO schon jetzt angeordnet werden (§ 45 Abs. 9 Satz 4 Nr. 6 ) bzw. muss laut der zugehörigen Verwaltungsvorschrift im Regelfall sogar. Da ist primär die Rede von Gehwegen zur Schule – aber das kann sich ja treffen mit einem Radweg. Das Gebot sollte von den Straßenbehörden beachtet werden, seine Beachtung kann eingefordert werden.
  • Detaillierte Infos für die Durchsetzung von Tempo 30 gibt das VCD-Soforthilfepapier

Die Schule einbeziehen

  • Laut den bildungspolitischen Vorgaben müssen sich die Schulen um eine kindgerechte Mobilitätsbildung kümmern, weit über das Radfahrtraining hinaus. Das geschieht viel zu wenig. Man kann persönlich und über Elternsprecher:innen und Elternbeiräte nachfragen, dabei eventuell auch Unterstützungsleistungen anbieten, und kann auf den Bildungsservice des VCD hinweisen. 
    Der VCD-Bildungsservice ist Träger der Nationalen Auszeichnung „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ des Bundesbildungsministeriums und der Deutschen UNESCO-Kommission, da er seit vielen Jahren herausragende Impulse für die Mobilitätsbildung bietet.

Weitere Infos

  • Weiterführende Informationen und noch viel mehr Links finden sich auf der Seite zum VCD-Schulwege-Check.

     

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news-21346 Wed, 22 Jul 2026 10:38:35 +0200 Tempolimit auf Autobahnen und Tempo 30 innerorts /startseite/detail/tempolimit Tempo 130 könnte Zahl der Unfalltoten auf Autobahnen deutlich verringern

Nach Einschätzung des Unfallforschers Siegfried Brockmann von der unabhängigen Björn Steiger Stiftung ließe sich die Zahl der Verkehrstoten auf Autobahnen bei einem generellen Tempolimit von 130km/h jährlich um etwa 70 bis 90 Personen senken. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Metastudie, für die wissenschaftliche Untersuchungen aus mehreren Jahrzehnten ausgewertet wurden. Zahlen des Statistischen Bundesamts zufolge sind im Jahr 2025 mehr als 2.800 Menschen bei Unfällen auf deutschen Straßen gestorben. 292 von ihnen starben der Metastudie zufolge auf Autobahnen.

Zusätzlich hätte ein Tempolimit positive Auswirkungen auf Umwelt und Verkehrsfluss. Eine gleichmäßigere Verkehrsführung, weniger Lärm und Schadstoffausstoß sowie wirtschaftliche Vorteile durch geringere Unfall- und Folgekosten werden in der Studie hervorgehoben. Da sich seit Jahren eine Mehrheit der Bevölkerung für ein Tempolimit ausspricht, bewerten die Autoren Tempo 130 als einen ausgewogenen Kompromiss zwischen Verkehrssicherheit sowie Verkehrsfluss, Klimaschutz und breiter Akzeptanz. Sie empfehlen bei der Einführung einen bundesweiten, wissenschaftlich begleiteten Praxistest. Ein einjähriger Modellversuch könnte dazu beitragen, die tatsächlichen Auswirkungen eines Tempolimits unter realen Bedingungen zu überprüfen und eine belastbare Grundlage für die politische Debatte zu schaffen. 

Wir finden: Die Studie fasst zusammen, was längst bekannt ist – aber von der Politik nur allzu gerne weggeredet wird: Kaum eine verkehrspolitische Maßnahme bietet so viele Vorteile bei so geringen Kosten. Ein Tempolimit schont die Umwelt und das Portemonnaie, es verbessert den Verkehrsfluss und schützt Menschenleben. Unbegrenzt schnell zu fahren, ist kein Recht, das auf Kosten der Sicherheit und des Lebens anderer genossen werden darf. Am Rande bemerkt: Es ist auch ein spürbarer Beitrag zum Bürokratieabbau, wenn viele Einzelgebote für eine verminderte Geschwindigkeit auf einer bestimmten Strecke entfallen können.

 

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news-21249 Tue, 30 Jun 2026 11:37:00 +0200 Platz für Menschen statt für Autos /startseite/detail/platz-fuer-menschen-statt-fuer-autos Die Mehrheit lebt ohne eigenes Auto

Laut den Stadtteilpässen 2025 besitzen im Bezirk nur rund 37 Prozent der über 18-Jährigen ein Auto. Wenn berücksichtigt wird, dass manche Haushalte mehrere Fahrzeuge besitzen, verfügt höchstens die Hälfte aller Haushalte über einen Pkw. Kinder und Jugendliche mit ihren eigenen Mobilitätsbedürfnissen sind dabei noch gar nicht einbezogen. Dennoch spielte die Mehrheit der Bewohner*innen ohne eigenes Auto in der Debatte keine Rolle.

Auch die Mobilitätsdaten sprechen eine eindeutige Sprache: Bereits heute werden 64 Prozent aller Wege innerhalb Ludwigshafens zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit Bussen und Bahnen zurückgelegt. Diese Entwicklung muss weiter gefördert werden. Menschen, die bereits auf umweltfreundliche Verkehrsmittel umgestiegen sind, verdienen ebenso politische Unterstützung wie Autofahrer*innen.

Zwar sind heute im Bezirk rund 300 Pkw mehr gemeldet als 2018, aber diese Fahrzeuge wurden trotz der bekannten Parkplatzknappheit angeschafft. Ebenso wenig wie Fahrgäste des öffentlichen Verkehrs eine Haltestelle direkt vor ihrer Haustür erwarten können – laut Nahverkehrsplan gelten bis zu 300 Meter Fußweg als gut erreichbar –, besteht ein Anspruch auf einen jederzeit freien Parkplatz unmittelbar vor der Wohnung.

Mit dem Umbau der Rheinuferstraße im Zuge der Herstellung der Helmut-Kohl-Allee und mit der geplanten Pfalztram kann sich der Anschluss an die Öffentlichen Verkehrsmittel erheblich verbessern. Dadurch können sowohl Autofahrten als auch die Zahl der Pkw im Stadtteil sinken.

Parken verursacht Kosten für alle

In der Sitzung wurde der Eindruck verbreitet, dass Parkplätze selbstverständlich kostenlos angeboten werden müssen. Tatsächlich tragen jedoch alle Bewohner*innen die Folgen des ruhenden Verkehrs: hohe Kosten für Bau und Unterhaltung von Stellflächen, belegter öffentlicher Raum, zugeparkte Wege, illegales Parken sowie zusätzliche Hitzebelastungen Autos.

Kritisiert wurden in den Wortmeldungen der Beiräte sowohl das Bewohnerparken, das derzeit weniger als 50 Cent pro Tag kostet, als auch die geplante Parkraumbewirtschaftung. Dabei soll gerade diese erreichen, dass Pendler und Besucher Parkhäuser nutzen und dadurch legale Stellplätze für Bewohner frei werden.

Statt Lösungen für alle Bewohner*innen zu diskutieren wurde quasi verlangt, dass möglichst jeder freie Quadratmeter weiterhin als Parkplatz dienen soll. Umwelt, Klima, Aufenthaltsqualität und Verkehrssicherheit spielten dagegen keine Rolle – obwohl gerade dicht bebaute Stadtquartiere mehr Grün, mehr Bäume und mehr Platz für Fuß- und Radverkehr benötigen.

Europa zeigt, dass es funktioniert

Die Fachwelt ist sich seit Jahren einig: Das Problem Parkplatzmangel wird nicht durch immer neue Stellplätze gelöst. Erfolgreich sind Bewohnerparken, Parkraumbewirtschaftung, Quartiersgaragen, weniger Stellplätze im Neubau sowie attraktive Alternativen wie Carsharing, Radverkehr und ein leistungsfähiger ÖPNV.

Dass diese Konzepte funktionieren, zeigen nicht nur Metropolen wie Wien und Paris. Auch Städte wie Gent, Kuopio oder Reggio Emilia mit deutlich weniger als 300.000 Einwohnern haben damit nachweislich gute Erfahrungen gemacht.

Der VCD fordert konsequentes Handeln

Der VCD Ludwigshafen-Vorderpfalz fordert die konsequente Umsetzung des vorgeschlagenen Parkkonzeptes.

Die durch den Abriss der Hochstraße Nord freiwerdenden Flächen müssen im nötigen Umfang auch für den Bau von Quartiersgaragen genutzt werden. Gleichzeitig braucht der Stadtteil mehr Grünflächen und zusätzliche Bäume – auch dort, wo heute Stellplätze den öffentlichen Raum dominieren.

An Haltestellen des öffentlichen Verkehrs sollten schrittweise Mobilstationen mit dem Angebot von Car- und Bikesharing, Lademöglichkeiten und hochwertigen Fahrradabstellanlagen entstehen. In Straßenzügen ohne zum Abstellen von Fahrrädern geeignete Innenhöfe müssen sichere Fahrradabstellanlagen im öffentlichen Raum geschaffen werden. Ebenso sind attraktive und sichere Wege für den Fuß- und Radverkehr erforderlich.

Fazit

Die Nördliche Innenstadt braucht ein modernes Parkkonzept und eine Verkehrspolitik, die alle Bewohner*innen im Blick hat. Die Förderung umweltfreundlicher Mobilität kann Autofahrten ersetzen, die Zahl der Pkw im Stadtteil verringern und damit zugleich die Belastungen durch Autoverkehr, schädliche Abgase, Lärm, Hitze und Flächenverbrauch reduzieren. Zukunftsfähige Mobilität entsteht nicht durch die Verteidigung jedes einzelnen Parkplatzes, sondern durch ein Gesamtkonzept, das den Bedürfnissen aller Menschen gerecht wird.

 

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news-19287 Mon, 22 Jun 2026 12:27:56 +0200 Hitze-Tipps für Bus, Bahn und Fahrrad /startseite/detail/hitze-tipps-fuer-bus-bahn-und-fahrrad Für Radfahrende bringen die Sonne und die hohen Temperaturen ebenfalls Herausforderungen mit sich. Denn bei Sonne und Hitze schwitzen wir mehr, sind schneller erschöpft und müssen unsere Haut besser schützen. 
Damit wir alle gut mit Bus, Bahn und Fahrrad durch den Sommer kommen, haben wir einige Tipps für euch zusammengestellt.

Für das sichere Reisen mit Bus und Bahn empfehlen wir:

  • Stoßzeiten meiden: möglichst nicht zu den heißesten Tageszeiten (12–15 Uhr) Bus oder Bahn fahren. Natürlich kann man sich nicht immer aussuchen, wann man Bus oder Bahn nutzt, dann helfen nachfolgende Hinweise.
  • Trinkflasche mitnehmen: möglichst immer eine Flasche Wasser mit sich führen, damit der Körper nicht dehydriert.
  • Fenster öffnen: dadurch für Luftzirkulation sorgen, aber nur wenn keine Klimaanlage vorhanden ist – deren Funktion wird durch den direkten Luftausch mit der Umgebung beeinträchtigt.
  • Kühlaccessoires mitnehmen: Fächer, Kühlhandtuch oder eine kleine Sprühflasche mit Wasser sorgen für Abkühlung.
  • Die Platzwahl optimieren: im Schatten sitzen oder stehen, nicht in der prallen Sonne.
  • Beim Umsteigen oder Wartezeiten möglichst überdachte oder klimatisierte Umsteigepunkte nutzen.
  • Zeit einplanen: Wenn man umsteigen muss, genügend Zeit einplanen, um nicht noch bei Hitze zum Bahngleis oder zur nächsten Haltestelle rennen zu müssen.
  • Auf andere achten: bei Anzeichen von Kreislaufproblemen (z.B. Schwindel) Hilfe holen oder Erste Hilfe leisten
  • Manchmal ist die Kühlung in den Wagen zu stark eingestellt. So kann es passieren, dass man, trotz Hitze und möglicherweise deswegen schon schweißgebadet, ins Frieren kommt. Daher wenn möglich, eine Jacke oder ein größeres Tuch/Schal mitnehmen.
     

Beim Radfahren im Sommer, auch bei Hitze, ist die Luft durch den Fahrtwind einerseits deutlich angenehmer. Trotzdem können direkte Sonnenstrahlung oder Temperaturen über 30 Grad auch Radfahrenden zusetzen. 

Tipps fürs sommerliche Radfahren:

  • UV-Strahlungswerte beachten: Mit Kleidung und Schutzcreme vorsorgen; die aktuellen Prognosewerte für den UV-Index veröffentlich das Bundesamt für Strahlenschutz
  • Früher oder später am Tag starten: längere Touren bevorzugt in die Morgen- oder Abendstunden legen.
  • Tempo anpassen: langsamer fahren, um Überhitzung zu vermeiden.
  • Trinken während der Fahrt: Wasser griffbereit in der Flaschenhalterung haben und regelmäßig pausieren und kleine Mengen trinken.
  • Kühlendes Zubehör nutzen: z.?B. Helm mit Belüftung, Nackentuch mit Verdunstungskühlung.
  • Fahrrad nicht in der prallen Sonne abstellen: Sattel und Lenker können stark erhitzen
  • Technik-Check bei Hitze: Reifen auf den richtigen Luftdruck prüfen (Hitze dehnt Luft aus), Kette schmieren (Hitze trocknet Schmiermittel schneller aus).

Bei längeren Fahrrad-Touren gelten außerdem folgende Tipps:

  • Richtige Kleidung: strahlungsdichte, aber luftige Fahrradkleidung, ggf. mit UV-Schutz.
  • Fahrradbrille mit Schutz vor UV-Strahlung: bei kleineren Ausflügen kann dies auch eine handelsübliche Sonnenbrille sein, wenn diese einen guten Sitz hat.
  • Sonnenschutz regelmäßig erneuern: besonders bei längeren Touren bzw. wenn die / der Radfahrende stark schwitzt.
  • Pausen im Schatten einplanen: z.B. unter Bäumen oder an Trinkbrunnen.

Und natürlich grundsätzlich: sich für den Klimaschutz engagieren, für den Bereich der Mobilität den VCD unterstützen – damit wir nicht dazu beitragen, die Hitzegefahren dramatisch werden zu lassen. – Die „Klimaanlage“ des Autos schützt kurzfristig die Insassen, ist aber nur ein zusätzlicher Beitrag des Autos zur Klimakatastrophe …

Habt ihr noch weitere Tipps? Dann schreibt sie uns gern an rlp@vcd.org

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news-21230 Mon, 22 Jun 2026 10:08:00 +0200 Bahnfahren im Sommer – Angebote, die das Reisen günstig(er) machen /startseite/detail/bahnfahren-im-sommer-angebote-die-das-reisen-guenstiger-machen „Last Minute“- Sparpreise

Die „Last Minute“- Tickets sind eine tolle Gelegenheit, spontan ein Bahnticket zu buchen und Deutschland per ICE zu entdecken. Jeden Samstag und Sonntag können die Last Minute Sparpreise ab 6,99 Euro für die Folgewoche gebucht werden. Es werden allerdings nur die Strecken angeboten, die noch nicht ausgebucht sind.

https://www.bahn.de/angebot/sparpreis-flexpreis/super-sparpreis-lastminute

Bahn- Familienticket

Hierbei handelt es sich um ein Sommerangebot der DB, bei dem Familien im ICE für 99,99 Euro mit bis zu 2 Erwachsenen und 3 Kindern – inklusive Sitzplatzreservierung – reisen können. Die einfache Fahrt im Fernverkehr kostet 59,99 Euro, Sitzplatzreservierungen für maximal 5 Personen sind im Familienticket inklusive.

https://www.bahn.de/angebot/kinder/familienticket


 

In diesem Rahmen nutzen wir die Gelegenheit und weisen auf attraktive Zugticket Angebote in den Nahe gelegenen BeNeLux-Ländern hin. Vielleicht animieren sie ja zu einem Ausflug per Bahn… 

Niederlande

Seit dem 15. Juni gibt es im Nachbarland ein 49-Euro-Ticket, es heißt „Nederland Dal Vrij“. Es wurde vor allem zur Entlastung angesichts der gestiegenen Kraftstoffpreise eingeführt – aber auch als Tourist:in kann man von dem Ticket profitieren – vielleicht sogar noch mehr als beim Pendeln.

Mit der Fahrkarte können Reisende außerhalb der Hauptverkehrszeiten (wochentags zwischen 9 und 16 Uhr und zwischen 18.30 und 6.30 Uhr) sowie am Wochenende und an Feiertagen unbegrenzt durch die Niederlande reisen – also zu Zeiten, in denen in den Zügen in der Regel noch ausreichend Platz vorhanden ist. Das Ticket basiert auf dem bestehenden Bahnabonnement »NS Flex Dal Vrij«. Statt des regulären Preises von rund 128 Euro kostet es während der Aktion nur 49 Euro pro Monat. Das Abonnement gilt maximal für zwei Monate und läuft spätestens am 31. August aus.

Hier kann man das Ticket bestellen: https://www.ns.nl/producten/abonnementen/nederland-dal-vrij

Belgien

Seit Oktober 2025 gilt ein neues Tarifsystem bei der belgischen Eisenbahn. Das System heißt „Train+“ und ist vergleichbar mit der deutschen „Bahncard“ – allerdings sind die Ermäßigungen deutlich höher. 
„Train+“ muss zunächst zusätzlich zum eigentlichen Bahnticket erworben werden und kostet für Erwachsene (zwischen 26 und 64 Jahren) 6 Euro pro Monat, der ermäßigte Tarif (für junge Erwachsene + Senioren) beträgt 4 Euro /Monat. Es handelt sich hierbei nicht um ein Abo, „Train+“ verfällt automatisch nach dem gekauften Monat.

Mit dieser Bahnkarte erhalten Reisende eine Ermäßigung von 40 Prozent, wenn sie die Fahrt außerhalb der Hauptverkehrszeiten antreten (also wochentags vor 6 Uhr, zwischen 9 und 16 Uhr und nach 18 Uhr). Unabhängig von der Tageszeit und der Entfernung kostet ein Ticket nie mehr als 14 Euro pro Fahrt in der zweiten Klasse. An Wochenenden gibt es – zusätzlich zur üblichen Wochenendermäßigung von 30 Prozent – noch einmal einen Rabatt von 40 Prozent. Eine Hin- und Rückfahrt von den Grenzbahnhöfen Eupen oder Welkenraedt (Züge aus Aachen kommend halten hier) an die belgische Küste oder in Städte wie Antwerpen, Gent oder Brügge kostet dann nur ca. 20€.

Für Junioren (unter 26) und Senioren (über 64) gibt es noch höhere Ermäßigungen, teilweise bis zu 80% auf den regulären Ticketpreis. Die Preisobergrenze für eine einfache Bahnfahrt liegt hier bei 5,50 Euro (2. Klasse; 8,80 Euro in der 1. Klasse), egal zu welcher Tageszeit.

Sowohl „Train+“ als auch die benötigten Zugfahrtickets können online gekauft werden, sodass bei Grenzübertritt aus Deutschland keine Probleme entstehen. Die Sprache der Website lässt sich auf deutsch einstellen.

https://www.belgiantrain.be/de/products

Luxemburg

All diese Angebote sind natürlich nicht zu toppen durch den ÖPNV in Luxemburg: Egal ob Bus oder Bahn, ob Luxemburger:in oder Tourist:in: Alle fahren umsonst! So einfach und bequem kann ÖPNV Nutzung eben auch sein.

Für alle, die per Zug reisen möchten, aber beim Ticketkauf lieber Beratung wünschen, gibt es auch https://www.gleisnost.de. Ein Reisebüro, das sich auf Reisen per Bahn spezialisiert hat. 

Wir wünschen gute Fahrt und tolle Ausflüge – solltet ihr unsere Tipps nutzen berichtet uns gerne von euren Erfahrungen an rlp@vcd.org. Wenn ihr noch weitere Bahnfahrt-Tipps für unsere europäischen Nachbarländer habt, schreibt uns ebenfalls gern.  

 

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news-21093 Sat, 20 Jun 2026 10:43:00 +0200 Besuch bei der Geschäftsstelle der BUGA 29 /startseite/detail/besuch-bei-der-geschaeftsstelle-der-buga-29 Geschäftstellenvertreter und der VCD waren sich einig im Wunsch, dass die Bundesgartenschau ein Erfolg wird und langfristig dazu beiträgt, das Mittelrheintal als touristische Destination aufzuwerten; so dass nicht nur Gäste, typischerweise aus den USA und Japan, den Loreleyfelsen gern in einen Deutschland-Kurztrip einbauen, sondern das ganze Tal für die Ferntouristik und die immer höhere Bedeutung gewinnende Binnentouristik zum reizvollen Ziel wird. Dafür sind gewiss noch Hürden aus dem Weg zu räumen.

Fußläufigkeit und Barrierefreiheit

Die BUGA-Geschäftsstelle hat ihren Sitz in St. Goar in einem geräumigen alten Gebäude in Bahnhofsnähe. Der Weg vom Zug dorthin erwies sich für eingeschränkt mobile Menschen als mühsam, bei der Bahnhofstreppe wie auch auf dem glitschigen Pflaster des alten Ortes.

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news-21164 Tue, 09 Jun 2026 09:41:13 +0200 Ein Planungsmonster lebt /startseite/detail/ein-planungsmonster-lebt Dass in Koblenz eine Nordumgehung „L 52 neu“ errichtet wird, parallel zu den Routen über die Autobahn und durch die Ortsteile, ist ein Projekt, dass, wie viele andere alte Projekte, inzwischen längst aus der Zeit gefallen ist. Beim Gespräch des VCD zu Beginn des Jahres mit dem Koblenzer Baudezernenten Dr. Lukas und dem Leiter des Tiefbauamts Dr. Mifka räumte der Amtsleiter ein, dass das Vorhaben heute nicht mehr genehmigungsfähig wäre. Doch – genehmigt ist genehmigt.

Weil aber die alten Planungen nach den aktuell erwarteten Verkehrszahlen offenkundig weder gerechtfertigt sind noch zu den städtischen Verkehrsentwicklungskonzepten passen, schlägt der LBM jetzt einen 2-spurigen statt des einst geplanten 4-spurigen Ausbaus vor. Der Pferdefuß: Die Stadt soll die Umplanungskosten tragen, ein Aufwand geschätzt von 1 bis 1,5 Millionen Euro im Rahmen eines 15-Millionen-Euro-Vorhabens – für 1,7 Kilometer Straße. Denn der LBM hat seine Arbeit ja getan (Spoiler: vor über 20 Jahren unter offenbar heute nicht mehr zutreffenden Voraussetzungen). Die Kosten kann sich die Stadt, klamm wie alle Kommunen, jedoch eigentlich nicht leisten. Es geht ja „nur“ um Landschafts-, Umwelt- und Klimaschutz, mithin im landesrechtlichen Sinn scheinbar nicht um eine Pflichtaufgabe. Im Zweifel müssten andere Verkehrsprojekte, z.B. die für den Radverkehr, zurückgeschraubt werden. In dieser Argumentationslinie ist zu befürchten, dass der – eigentlich eingestandenermaßen unvernünftige – alte Plan einfach doch umgesetzt wird, statt dass das blindwütige Weiterverfolgen eines vor 40 Jahre erdachten Projekts beendet wird.

Der VCD versucht gemeinsam mit dem Naturschutzbund BUND zu erreichen, dass das schon totgeglaubte Vorhaben doch beerdigt wird. Überall sind die Mittel knapp, landauf landab werden Brücken und andere Straßen marode. Anstelle von Straßenneubau wäre Sanierung angesagt. Statt der Vermehrung des Autoverkehrs durch die scheinbare Beseitigung von Nadelöhren, in Wirklichkeit deren Verschiebung, müsste für das Fließen des gewerblichen Verkehrs gesorgt werden, während für den Pendelverkehr attraktive Alternativen zu entwickeln sind. 

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news-21165 Mon, 08 Jun 2026 11:15:00 +0200 Parken auf Gehwegen /startseite/detail/parken-auf-gehwegen Wobei es neue rechtliche Entwicklungen gibt, die die Aufmerksamkeit statt auf den „Parkdruck“ mehr als bislang auf die Menschen richten, die zu Fuß auf dem Gehweg unterwegs sind oder sein wollen. Kann man ein Einschreiten der Kommune gegen parkende Kraftfahrzeuge erzwingen? 

 

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news-21166 Mon, 08 Jun 2026 11:08:00 +0200 Großes Interesse an VCD Lastenrad-Projekt /startseite/detail/grosses-interesse-an-vcd-lastenrad-projekt Für jeden Anlass gibt es in Mainz inzwischen ein Lastenrad zu leihen. Beim kostenlosen Lastenrad-Probefahren wurden die verschiedensten Lastenrad-Typen “aus allen Ecken von Mainz” auf die “Hintere Bleiche” gebracht und zum Testfahren bereitgestellt. Interessierte können sich über www.lastenrad-mainz.de kostenlos registrieren und Lastenräder ausleihen.

Die Lastenradinitiative ELMa ist ein Projekt des VCD Rheinhessen und wurde in der Vergangenheit auch durch das Projekt „Soziale Stadt Mainz“ gefördert. Das Leihen der Räder soll für alle MainzerInnen möglich sein und ist daher kostenlos, die Initiative freut sich über eine Spende für Instandhaltungskosten, die immer wieder anfallen.

Bei den Meenzer Sommerstraßen werden Straßenabschnitte zeitlich begrenzt für den Durchfahrtsverkehr gesperrt. Auch die öffentlichen Parkplätze werden freigehalten.
Somit werden die Sommerstraßen für Kinder zum Spielen nutzbar und für die Nachbarschaft zum Treffpunkt.

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news-21079 Mon, 18 May 2026 11:20:22 +0200 PedeLUc - ausgezeichnet! /startseite/detail/pedeluc-ausgezeichnet Seit Mai 2025 können Berufspendler*innen in Ludwigshafen ein Pedelec für vier Wochen kostenlos testen. Ziel ist es, den Umstieg vom Auto aufs Rad zu erleichtern – besonders für diejenigen, die wegen langer Arbeitswege oder hoher Anschaffungskosten zögern.

Das Projekt PedeLUc: Umstieg erlebbar machen

Die ersten Ergebnisse sind überzeugend: Rund 50 % der Teilnehmer*innen pendeln nach dem Test weiter mit dem Rad. Viele entscheiden sich anschließend für den Kauf oder Leasing eines eigenen Pedelecs. Wer täglich 10 Kilometer mit dem Rad statt mit dem Auto fährt, spart laut Umweltbundesamt jährlich rund 600 kg CO?.

Das Projekt wurde in Kooperation mit der Stadt Ludwigshafen auf den Weg gebracht und ist finanziell gefördert durch das Klimaschutzprogramm KIPKI. Acht Pedelecs, Fahrradboxen sowie Zubehör stehen zur Verfügung.

Freude über die Auszeichnung

„Wir sind überglücklich über diese Anerkennung“, sagt Diethelm Messinger, Projektverantwortlicher beim VCD. „Der Preis ist eine Bestätigung für die Arbeit des Projekt-Teams. Mit dem Preisgeld von 12.500 Euro können wir die Wartung der Pedelecs sichern und das Projekt weiter ausbauen.“

Teammitglied Wolfgang Mangold ergänzt: „Die Verkehrswende gelingt nur, wenn sie aus der Mitte der Gesellschaft kommt. Pedelecs sind das optimale Verkehrsmittel, wenn man klimafreundlich zum Arbeitsplatz pendeln will und gleichzeitig was für seine Gesundheit tun will, ohne verschwitzt am Arbeitsplatz anzukommen.“

Der Kommunale Klimapakt Rheinland-Pfalz zeichnete zwölf Projekte aus, die mit kreativen Ideen Klimaschutz vorantreiben. Die Jury würdigte besonders Vorbildfunktion und Übertragbarkeit. Klimaschutzministerin Katrin Eder betonte: „Die prämierten Projekte zeigen, wie einfach klimafreundliche Mobilität sein kann, wenn Menschen gemeinsam neue Wege gehen.“

Der nächste offene VCD Stammtisch zur nachhaltigen Mobilität findet am Donnerstag, dem 21. Mai 2026 um 19 Uhr statt. Treffpunkt ist der Grieche beim ASV in der Saarlandstraße 60.

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news-21062 Wed, 13 May 2026 12:08:52 +0200 Das Fahrrad (neu) entdecken – jetzt ist die beste Zeit zum Losradeln /startseite/detail/das-fahrrad-neu-entdecken-jetzt-ist-die-beste-zeit-zum-losradeln Das Gute ist: Die Basis-Ausstattung muss kein Vermögen kosten. Vieles bekommt man gebraucht oder im Angebot und kleine Dienstleistungen sogar kostenlos bei Checks von Vereinen, Projekten oder Aktionstagen.

Wichtig ist: Perfekt muss nichts sein. Es reicht, mit einem verkehrssicheren Rad zu starten und Schritt für Schritt das zu ergänzen, was wirklich hilft.

1. Die Pflicht: Was das Fahrrad wirklich braucht

Ein paar Dinge machen das Rad sicher und sind auch gesetzlich vorgeschrieben. Doch das ist kein Hexenwerk – denn vieles davon befindet sich vielleicht schon auf dem Fahrrad oder lässt sich günstig nachrüsten.

a) Beleuchtung – sehen und gesehen werden

Licht ist Pflicht, sobald es dämmert oder das Wetter trüb wird. Das klingt streng, ist aber sinnvoll. Denn mit gutem Licht fährt es sich viel entspannter. Wichtig ist vor allem:

  • Vorne ein weißes, hinten ein rotes Licht (nicht blinkend)
  • Reflektoren an Pedalen, Reifen oder Speichen – oft schon ab Werk dabei
  • Das Licht sollte so hell sein, dass man gut gesehen wird, aber andere nicht blendet. So wird’s gemacht: Man stellt das Rad mit dem Vorderrad an eine Mauer und stellt den Scheinwerfer so ein, dass die Oberkante des Lichtkegels knapp unterhalb der Anbauhöhe des Scheinwerfers liegt.

Ein Licht muss nicht teuer sein. Diese Möglichkeiten gibt es:

  • Dynamo-Licht läuft immer mit, ohne Akku oder Batterien – oft schon verbaut
  • Akkuleuchten sind günstig nachrüstbar und lassen sich bequem mit in die Wohnung nehmen und aufladen

b) Schloss – damit das Rad da bleibt, wo es abgestellt wurde

Ein gutes Schloss gehört dazu. Faustregel: Etwa 10 Prozent des Fahrradwertes sollte man in ein Schloss investieren.
Tipp: Am besten immer den Rahmen an einem festen Gegenstand anschließen, nicht nur das Vorderrad.

c) Bremsen, Reifen und Klingel – der kostenlose Frühjahrs-Check

Viele Probleme lassen sich mit wenig Kosten lösen:

  • Reifendruck: Zu weiche Reifen machen das Fahren mühsam und erhöhen das Pannenrisiko. Den richtigen Druck (z.B. 3–5 bar) findet man auf der Reifenflanke. In vielen Städten gibt es öffentliche Luftpumpen, auch in Selbsthilfe-Werkstätten kann man den platten Reifen wieder aufpumpen.
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news-21256 Wed, 13 May 2026 10:43:00 +0200 Planfeststellungsverfahren für den Ausbau der B9 Ortsdurchfahrt Bingerbrück /startseite/detail/planfeststellungsverfahren-fuer-den-ausbau-der-b9-ortsdurchfahrt-bingerbrueck (https://planfeststellung.lbm.rlp.de/themen/bundesstrassen/b-9-od-bingen-bingerbrueck)

Der VCD begrüßt die geplanten Verbesserungen für den Fuß- und Radverkehr gegenüber dem Status Quo und die vorgesehenen Maßnahmen zur Stadtbegrünung. Gleichzeitig stellt der ökologische Verkehrsclub fest, dass die Belange des Fuß- und Radverkehrs in den vorliegenden Plänen nur unzureichend berücksichtigt werden. Diesbezüglich mahnt er die Einhaltung aktueller technischer Normen und Richtlinien an, zu denen zum Beispiel ausreichend breite Gehwege und Sicherheitsabstände zwischen Parkständen und Fahrradschutzstreifen gehören. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten und der Bedeutung als Schulweg fordert der VCD auch die Einrichtung von Tempo 30.

Die ganze Stellungnahme können Sie hier Nachlesen.

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news-21034 Thu, 07 May 2026 14:27:23 +0200 Pressemeldung des Kreisverbandes zum ÖPNV-Check des VCD /startseite/detail/pressemeldung-des-kreisverbandes-zum-oepnv-check-des-vcd Ludwigshafen, 06. Mai 2026. Der VCD Ludwigshafen-Vorderpfalz  ruft zur Teilnahme am „Mobilitätscheck ÖPNV“ auf und will von den Fahrgästen wissen, wie es um den öffentlichen Verkehr in der Region bestellt ist: Fährt der Bus zu selten? Sind Bahnverbindungen unzuverlässig oder umständlich? Klappt der Weg zur Arbeit, zur Schule oder zum Arzt mit Bus und Bahn? Interessierte können die anonyme Umfrage mit einem Klick erreichen – und benötigen nur drei Minuten, um die Fragen zu beantworten. 

„Damit mehr Menschen vom Auto auf Bus und Bahn umsteigen, braucht es ein zuverlässiges und attraktives Angebot“, so Dieter Netter vom VCD Ludwigshafen-Vorderpfalz. „Mit dem Mobicheck wollen wir herausfinden, wie Fahrgäste den ÖPNV erleben – und wo Verbesserungen nötig sind.“ Gerade auch wegen der vielen großen Baustellen in Ludwigshafen, die viele Pendler betreffen, sei es interessant zu erfahren, wie die Alternativen zum Auto bewertet werden. Auch ausfallende und verspätete Züge der S-Bahn-Rhein-Neckar seien nach wie vor ein Ärgernis.

Die Umfrage läuft in den Monaten Mai und Juni. Anschließend wird der Kreisverband das Gespräch mit den entsprechenden Verkehrsbetrieben und dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar sowie mit dem politischen Verantwortlichen Landrat und dem Oberbürgermeister suchen. Helmut Buchholz, Vorsitzender der VCD Kreisverbandes: „Wir werden die Ergebnisse nutzen, um lokale Schwachstellen und Bedürfnisse aufzuzeigen und wie darauf reagiert werden kann. Unser Ziel ist klar: In Zukunft soll niemand mehr auf ein eigenes Auto angewiesen sein, unabhängig vom Wohnort. Dafür brauchen wir einen starken ÖPNV.“ 

Internetadresse der Umfrage: https://survey.lamapoll.de/VCD-MobiCheck-OEPNV

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news-19243 Mon, 04 May 2026 09:56:00 +0200 Radfahren hilft /startseite/detail/radfahren-hilft Auf Einladung des ökologischen Verkehrsclub Deutschland (VCD) beschreibt Jung in seinem Vortrag basierend auf der derzeitigen Studienlage die medizinischen Gründe, warum körperliche Betätigung und gerade das Rad- (und auch Pedelec-) Fahren förderlich für die Gesundheit ist. 

Die Effekte auf das Herz-Kreislauf-System, den Bewegungsapparat, Entzündungsvorgänge und den Cholesterinhaushalt halten gesund und fit, zusätzlich trägt die Ganzkörperbewegung an der Luft zu Entspannung und Lebensfreude bei. Bei einer Orientierung an den WHO-Empfehlungen zur Bewegung sinkt die Mortalität um 10 bis 40 Prozent. Der Referent thematisiert auch die gesundheitlichen Risiken des Radfahrens. Stürze, Angefahrenwerden, die Einatmung von Luftschadstoffen, das sind ernsthafte Gefährdungen. Gegen einiges kann man sich individuell schützen, zum Beispiel durch den Fahrradhelm oder durch Gefahrenbewusstheit im Straßenverkehr. Für anderes brauche es die Pflege einer Kultur der gegenseitigen Rücksichtnahme und eine fahrradfreundliche Straßengestaltung. Der gesundheitliche Nutzen des Radfahrens überwiege jedoch bei weitem dessen Risiken.

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news-20674 Wed, 22 Apr 2026 10:12:41 +0200 Bahnhof der Zukunft /startseite/detail/bahnhof-der-zukunft Bahn-Chefin Evelyn Palla hat kürzlich angekündigt, in den nächsten fünf Jahren 20 Milliarden für die Renovierung und Modernisierung der Bahnhöfe ausgeben zu wollen. Ein wichtiger Schritt. 

Doch den Problemen lässt sich, so konnte man dem Vortrag von Dr. Jutta Deffner, Wissenschaftlerin vom Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE), am 14. März in Mainz im Rahmen eines VCD-Themenabends entnehmen, nicht allein mit Geld hinreichend etwas entgegensetzen – so dringend auch Milliardeninvestitionen in Bahninfrastruktur und Bahnbetrieb benötigt werden. Das Projekt zum „Bahnhof der Zukunft“ , in dem Deffner für das Deutschen Zentrum für Schienenverkehrsforschung arbeitete, zeigte Handlungsperspektiven auf.

Wenn wir eine zukunftsfähige Mobilität anstreben, dann muss sich das Denken und Handeln bei der Ausgestaltung der Verkehrsinfrastruktur ändern. Die herkömmlichen Vorstellungen der Planenden sind geprägt von der Idee, ich will von A nach B kommen und das möglichst schnell. Das Ideal ist im Grunde die Autobahn, die einen möglichst auf gerader Linie mit möglichst hoher Geschwindigkeit zum Ziel führen soll, am besten, ohne den Sitzplatz zu verlassen. Die Straße muss gut sein, die Umgebung der Reise interessiert nicht.

Bahnhöfe: Verbindungspunkte und Aufenthaltsorte

Umweltfreundliches längeres Reisen ist dagegen intermodal. Man wechselt zwischen verschiedenen Formen und Mitteln der Fortbewegung. Eigentlich beginnt auch die Fahrt mit dem Auto mit ein paar Schritten zum Parkplatz, aber dann überlässt man sich der Straße und dem Navi. Bei einer umweltfreundlichen Mobilität ist man im Nahbereich zu Fuß unterwegs oder nimmt das Fahrrad. Bei einer weiteren Entfernung wird die Intermodalitätskette komplexer. Du gehst zu Fuß zum Bus oder zur Straßenbahn und fährst mit dem ÖPNV zum Bahnhof oder nutzt Rad/Pedelec/E-Scooter oder ein Auto, um dorthin zu gelangen. Am Bahnhof klinkst du dich ins Bahnnetz ein. Möglicherweise sind bei der Reise Umstiege erforderlich, mit neuerlichen Zwischenaufenthalten an Bahnhöfen, möglicherweise gibt es für Teilstrecken alternative Bahnverbindungen oder die Möglichkeit des Wechsels auf ein anderes Verkehrsmittel. Bahnhöfe (oder andere Haltepunkte im ÖPNV-Netz) sind jeweils Verbindungspunkte für Abschnitte der Fahrt, aber zugleich immer wieder Aufenthaltsorte. Es gibt viele Anlässe, an ihnen und unter ihnen zu leiden. Aber es gibt auch Ansätze, sie zu verändern.

Jutta Deffner zeigte auf, wie eine veränderte Perspektive auf den Bahnhof und die Reisenden konkrete Handlungsmöglichkeiten eröffnet.

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news-20673 Wed, 22 Apr 2026 09:53:25 +0200 „Cycling Cities“ – Filmvorführung in Mainz /startseite/detail/cycling-cities-filmvorfuehrung-in-mainz “Cycling Cities” tourt seit Monaten durch ganz Deutschland und ist außerdem auf youtube abrufbar. Er fasziniert durch die Kombination von Reisebericht und (verkehrs-)politischer Reportage, weil der Autor bestimmte Städte nicht nur per Fahrrad bereist, sondern von Politikern und Experten aus Paris, Gent, Utrecht, Hamburg und Kopenhagen auch wissen möchte, warum ihre Städte als besonders fahrradfreundlich gelten und was sie ihren deutschen Kolleg:innen empfehlen, damit auch hier ähnliche Zustände erreicht werden können. Das führt zu zum Teil durchaus neuen und interessanten Einsichten, auch wenn naturgemäß viele Probleme ausgeblendet werden (müssen). 

Eine zentrale Erkenntnis dürfte sein, dass es letztlich nicht nur darauf ankommt, mehr Radverkehr zu generieren. Vielmehr müssen die Innenstädte generell menschenfreundlicher gestaltet werden, indem man sie für den motorisierten Individualverkehr unattraktiv macht und den gewonnenen Raum der Natur und den Menschen zurückgibt – und zwar nicht nur den fahrradfahrenden. Für ein solches Konzept, wenn man es erklärt und auch zügig und sozialverträglich umsetzt, dürften sich politische Mehrheiten ohne weiteres finden lassen – auch das wird in den gezeigten Interviews deutlich.

(TK)

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news-20651 Mon, 20 Apr 2026 10:15:46 +0200 Tempolimit - jetzt!?! /startseite/detail/tempolimit-jetzt Dabei ginge es auch anders: Ein flächendeckendes Tempolimit würde den Energieverbrauch senken, Emissionen reduzieren und Verbraucher finanziell entlasten – und das ohne zusätzliche staatliche Ausgaben. 

Durch geringeren Kraftstoffverbrauch sparen Autofahrende direkt Kosten ein. Denn der Zusammenhang zwischen Geschwindigkeit und Spritverbrauch ist physikalisch eindeutig: Mit zunehmender Geschwindigkeit steigt der Luftwiderstand quadratisch an, was zu einem deutlich höheren Energiebedarf führt. Ein Fahrzeug, das statt 160 km/h nur 120 oder gar nur 100 km/h fährt, verbraucht deshalb erheblich weniger Kraftstoff. Je nach Fahrverhalten und Fahrzeugtyp können sich die Einsparungen im Jahr durchaus auf mehrere hundert Euro summieren. (siehe Greenpeace Berechnungen)

Reizthema deutscher Verkehrspolitik

Dadurch würde Deutschland auch weniger Öl importieren müssen, was die Abhängigkeit von internationalen Energiemärkten reduzieren könnte. Außerdem belastet ein Tempolimit durch die geringen Umsetzungskosten den Staatshaushalt kaum, im Gegensatz zu Subventionen oder Steuerentlastungen.

Es könnte also recht einfach sein – immerhin sind Tempolimits international längst Standard – wäre nicht ausgerechnet das „Tempolimit“ ein Reizthema deutscher Verkehrspolitik. Obwohl die Mehrheit der Bevölkerung längst die Einführung eines generellen Tempolimits befürwortet1, wird diese schnell umsetzbare, die Sicherheit erhöhende und ökologisch sinnvolle Maßnahme von konservativ-liberalen Politiker:innen als unzumutbare Einschränkung individueller Freiheit kategorisch abgelehnt. 
Dass das aktuell im Mittelpunkt stehende Argument, das Einsparpotenzial beim Kraftstoffverbrauch, in diesem Punkt eine Wende bringt, ist leider eher unwahrscheinlich. 

 

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news-20564 Mon, 30 Mar 2026 10:23:44 +0200 Dank Anwohnerinitiative: Tempo 30 auf der L 422 in Mainz /startseite/detail/tempo-30-auf-der-l-422-dank-anwohnerinitiative VCD-Mitglied Tillmann Krach hatte bereits im Jahr 1992 bei der Stadt dafür plädiert, ob dass auf dem Straßenstück im Wohngebiet Tempo 30 eingerichtet werden solle. 25 Jahre später, im Jahr 2017, gründete sich eine Anwohnerinitiative für „Tempo 30“, die Unterschriften sammelte, Verwaltung sowie Ortsbeirat mit Eingaben und der Teilnahme an den „Einwohnerfragestunden“ gehörig nervte und immerhin 2019 erreichte, dass zwecks Temporeduzierung das „alternierende Parken“ eingeführt wurde. Noch im Oktober 2020 lehnte allerdings die Straßenverkehrsbehörde Tempo 30 unter Hinweis auf fehlende rechtliche Voraussetzungen ab. 

2025: Neue Chance dank geänderter StVO

Die Anwohnerschaft aber blieb am Ball. Anfang 2025 gab es dank geänderter StVO und entsprechend angepasster Verwaltungsvorschriften eine neue Chance: Wiederum wurde dem Ortsbeirat, auf dessen Unterstützung man nach wie vor hoffte, eine „Petition“ mit 70 Unterschriften präsentiert, die fast ausschließlich von Anwohner:innen stammten. Erneut fand eine Ortsbegehung mit Vertretern des Ortsbeirats und der Verwaltung statt, bei der auf die Problematik aufmerksam gemacht wurde. Dank der neuen StVO-Regelungen - Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit an Fußgängerüberwegen und hochfrequentierten Schulwegen - wurde der Ortsbeirat zu einer entsprechenden Beschlussfassung bewegt. 

 

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news-20542 Mon, 30 Mar 2026 10:21:29 +0200 Ohne-Auto-Mobil: Wanderungen 2026 /startseite/detail/ohne-auto-mobil-wanderungen-2026 Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln (ab Mainz oder Wiesbaden)
Für Nicht-VCD-Mitglieder fallen zusätzlich 4 € Kostenbeitrag (für Auslagen Wanderführer + VCD-Kosten) an.
E-Mail: oam.rheinhessen@vcd.org

Änderungen vorbehalten: Änderungen, z.B. in Abfahrtszeit und Tourenverlauf, ggf. auch Absagen, können notwendig sein, 2026 insbesondere auch durch Baustellen der Bahn. Eine Anmeldung ist daher – auch für Winterwanderungen - unbedingt erforderlich. 

Die Teilnahme an den Wanderungen erfolgt auf eigene Gefahr. Der Veranstalter oder die Tourenleitung haften nicht für Schäden.
Bitte geben Sie bei Ihrer Anmeldung immer eine Telefonnummer an, unter der Sie bei wichtigen aktuellen Änderungen erreichbar sind.

Schwierigkeitsgrad -die Wandertouren sind im Allgemeinen wie folgt klassifiziert:

* leicht Länge bis ca. 12 km, keine größeren Steigungen, auch für weniger Geübte geeignet.
** mittelschwer mittlere Streckenlänge (ca. 12 - 16 km) mit leichten Steigungen, etwas Ausdauer nötig.
*** anspruchsvoll: längere Strecke (ca. 16 - 20 km) mit einigen Höhenunterschieden. Für Anfänger nur bedingt geeignet.
**** sportlich: lange Strecke (> 20 km) mit größeren Höhenunterschieden, eine gute Kondition ist unbedingt erforderlich. Nicht für Anfänger geeignet.

Beachten Sie, dass diese Einstufung stets nur subjektiv sein kann. Wenn Sie unsicher sind, wenden Sie sich bitte an die jeweilige Tourenleitung.

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