VCD Rheinland-Pfalz Nachrichten http://rlp.vcd.org en-gb VCD vor Ort Wed, 10 Jun 2026 12:53:49 +0200 Wed, 10 Jun 2026 12:53:49 +0200 TYPO3 EXT:news news-21164 Tue, 09 Jun 2026 09:41:13 +0200 Ein Planungsmonster lebt /startseite/detail/ein-planungsmonster-lebt Dass in Koblenz eine Nordumgehung „L 52 neu“ errichtet wird, parallel zu den Routen über die Autobahn und durch die Ortsteile, ist ein Projekt, dass, wie viele andere alte Projekte, inzwischen längst aus der Zeit gefallen ist. Beim Gespräch des VCD zu Beginn des Jahres mit dem Koblenzer Baudezernenten Dr. Lukas und dem Leiter des Tiefbauamts Dr. Mifka räumte der Amtsleiter ein, dass das Vorhaben heute nicht mehr genehmigungsfähig wäre. Doch – genehmigt ist genehmigt.

Weil aber die alten Planungen nach den aktuell erwarteten Verkehrszahlen offenkundig weder gerechtfertigt sind noch zu den städtischen Verkehrsentwicklungskonzepten passen, schlägt der LBM jetzt einen 2-spurigen statt des einst geplanten 4-spurigen Ausbaus vor. Der Pferdefuß: Die Stadt soll die Umplanungskosten tragen, ein Aufwand geschätzt von 1 bis 1,5 Millionen Euro im Rahmen eines 15-Millionen-Euro-Vorhabens – für 1,7 Kilometer Straße. Denn der LBM hat seine Arbeit ja getan (Spoiler: vor über 20 Jahren unter offenbar heute nicht mehr zutreffenden Voraussetzungen). Die Kosten kann sich die Stadt, klamm wie alle Kommunen, jedoch eigentlich nicht leisten. Es geht ja „nur“ um Landschafts-, Umwelt- und Klimaschutz, mithin im landesrechtlichen Sinn scheinbar nicht um eine Pflichtaufgabe. Im Zweifel müssten andere Verkehrsprojekte, z.B. die für den Radverkehr, zurückgeschraubt werden. In dieser Argumentationslinie ist zu befürchten, dass der – eigentlich eingestandenermaßen unvernünftige – alte Plan einfach doch umgesetzt wird, statt dass das blindwütige Weiterverfolgen eines vor 40 Jahre erdachten Projekts beendet wird.

Der VCD versucht gemeinsam mit dem Naturschutzbund BUND zu erreichen, dass das schon totgeglaubte Vorhaben doch beerdigt wird. Überall sind die Mittel knapp, landauf landab werden Brücken und andere Straßen marode. Anstelle von Straßenneubau wäre Sanierung angesagt. Statt der Vermehrung des Autoverkehrs durch die scheinbare Beseitigung von Nadelöhren, in Wirklichkeit deren Verschiebung, müsste für das Fließen des gewerblichen Verkehrs gesorgt werden, während für den Pendelverkehr attraktive Alternativen zu entwickeln sind. 

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news-21165 Mon, 08 Jun 2026 11:15:00 +0200 Parken auf Gehwegen /startseite/detail/parken-auf-gehwegen Wobei es neue rechtliche Entwicklungen gibt, die die Aufmerksamkeit statt auf den „Parkdruck“ mehr als bislang auf die Menschen richten, die zu Fuß auf dem Gehweg unterwegs sind oder sein wollen. Kann man ein Einschreiten der Kommune gegen parkende Kraftfahrzeuge erzwingen? 

 

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news-21166 Mon, 08 Jun 2026 11:08:00 +0200 Großes Interesse an VCD Lastenrad-Projekt /startseite/detail/grosses-interesse-an-vcd-lastenrad-projekt Für jeden Anlass gibt es in Mainz inzwischen ein Lastenrad zu leihen. Beim kostenlosen Lastenrad-Probefahren wurden die verschiedensten Lastenrad-Typen “aus allen Ecken von Mainz” auf die “Hintere Bleiche” gebracht und zum Testfahren bereitgestellt. Interessierte können sich über www.lastenrad-mainz.de kostenlos registrieren und Lastenräder ausleihen.

Die Lastenradinitiative ELMa ist ein Projekt des VCD Rheinhessen und wurde in der Vergangenheit auch durch das Projekt „Soziale Stadt Mainz“ gefördert. Das Leihen der Räder soll für alle MainzerInnen möglich sein und ist daher kostenlos, die Initiative freut sich über eine Spende für Instandhaltungskosten, die immer wieder anfallen.

Bei den Meenzer Sommerstraßen werden Straßenabschnitte zeitlich begrenzt für den Durchfahrtsverkehr gesperrt. Auch die öffentlichen Parkplätze werden freigehalten.
Somit werden die Sommerstraßen für Kinder zum Spielen nutzbar und für die Nachbarschaft zum Treffpunkt.

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news-21079 Mon, 18 May 2026 11:20:22 +0200 PedeLUc - ausgezeichnet! /startseite/detail/pedeluc-ausgezeichnet Seit Mai 2025 können Berufspendler*innen in Ludwigshafen ein Pedelec für vier Wochen kostenlos testen. Ziel ist es, den Umstieg vom Auto aufs Rad zu erleichtern – besonders für diejenigen, die wegen langer Arbeitswege oder hoher Anschaffungskosten zögern.

Das Projekt PedeLUc: Umstieg erlebbar machen

Die ersten Ergebnisse sind überzeugend: Rund 50 % der Teilnehmer*innen pendeln nach dem Test weiter mit dem Rad. Viele entscheiden sich anschließend für den Kauf oder Leasing eines eigenen Pedelecs. Wer täglich 10 Kilometer mit dem Rad statt mit dem Auto fährt, spart laut Umweltbundesamt jährlich rund 600 kg CO?.

Das Projekt wurde in Kooperation mit der Stadt Ludwigshafen auf den Weg gebracht und ist finanziell gefördert durch das Klimaschutzprogramm KIPKI. Acht Pedelecs, Fahrradboxen sowie Zubehör stehen zur Verfügung.

Freude über die Auszeichnung

„Wir sind überglücklich über diese Anerkennung“, sagt Diethelm Messinger, Projektverantwortlicher beim VCD. „Der Preis ist eine Bestätigung für die Arbeit des Projekt-Teams. Mit dem Preisgeld von 12.500 Euro können wir die Wartung der Pedelecs sichern und das Projekt weiter ausbauen.“

Teammitglied Wolfgang Mangold ergänzt: „Die Verkehrswende gelingt nur, wenn sie aus der Mitte der Gesellschaft kommt. Pedelecs sind das optimale Verkehrsmittel, wenn man klimafreundlich zum Arbeitsplatz pendeln will und gleichzeitig was für seine Gesundheit tun will, ohne verschwitzt am Arbeitsplatz anzukommen.“

Der Kommunale Klimapakt Rheinland-Pfalz zeichnete zwölf Projekte aus, die mit kreativen Ideen Klimaschutz vorantreiben. Die Jury würdigte besonders Vorbildfunktion und Übertragbarkeit. Klimaschutzministerin Katrin Eder betonte: „Die prämierten Projekte zeigen, wie einfach klimafreundliche Mobilität sein kann, wenn Menschen gemeinsam neue Wege gehen.“

Der nächste offene VCD Stammtisch zur nachhaltigen Mobilität findet am Donnerstag, dem 21. Mai 2026 um 19 Uhr statt. Treffpunkt ist der Grieche beim ASV in der Saarlandstraße 60.

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news-21062 Wed, 13 May 2026 12:08:52 +0200 Das Fahrrad (neu) entdecken – jetzt ist die beste Zeit zum Losradeln /startseite/detail/das-fahrrad-neu-entdecken-jetzt-ist-die-beste-zeit-zum-losradeln Das Gute ist: Die Basis-Ausstattung muss kein Vermögen kosten. Vieles bekommt man gebraucht oder im Angebot und kleine Dienstleistungen sogar kostenlos bei Checks von Vereinen, Projekten oder Aktionstagen.

Wichtig ist: Perfekt muss nichts sein. Es reicht, mit einem verkehrssicheren Rad zu starten und Schritt für Schritt das zu ergänzen, was wirklich hilft.

1. Die Pflicht: Was das Fahrrad wirklich braucht

Ein paar Dinge machen das Rad sicher und sind auch gesetzlich vorgeschrieben. Doch das ist kein Hexenwerk – denn vieles davon befindet sich vielleicht schon auf dem Fahrrad oder lässt sich günstig nachrüsten.

a) Beleuchtung – sehen und gesehen werden

Licht ist Pflicht, sobald es dämmert oder das Wetter trüb wird. Das klingt streng, ist aber sinnvoll. Denn mit gutem Licht fährt es sich viel entspannter. Wichtig ist vor allem:

  • Vorne ein weißes, hinten ein rotes Licht (nicht blinkend)
  • Reflektoren an Pedalen, Reifen oder Speichen – oft schon ab Werk dabei
  • Das Licht sollte so hell sein, dass man gut gesehen wird, aber andere nicht blendet. So wird’s gemacht: Man stellt das Rad mit dem Vorderrad an eine Mauer und stellt den Scheinwerfer so ein, dass die Oberkante des Lichtkegels knapp unterhalb der Anbauhöhe des Scheinwerfers liegt.

Ein Licht muss nicht teuer sein. Diese Möglichkeiten gibt es:

  • Dynamo-Licht läuft immer mit, ohne Akku oder Batterien – oft schon verbaut
  • Akkuleuchten sind günstig nachrüstbar und lassen sich bequem mit in die Wohnung nehmen und aufladen

b) Schloss – damit das Rad da bleibt, wo es abgestellt wurde

Ein gutes Schloss gehört dazu. Faustregel: Etwa 10 Prozent des Fahrradwertes sollte man in ein Schloss investieren.
Tipp: Am besten immer den Rahmen an einem festen Gegenstand anschließen, nicht nur das Vorderrad.

c) Bremsen, Reifen und Klingel – der kostenlose Frühjahrs-Check

Viele Probleme lassen sich mit wenig Kosten lösen:

  • Reifendruck: Zu weiche Reifen machen das Fahren mühsam und erhöhen das Pannenrisiko. Den richtigen Druck (z.B. 3–5 bar) findet man auf der Reifenflanke. In vielen Städten gibt es öffentliche Luftpumpen, auch in Selbsthilfe-Werkstätten kann man den platten Reifen wieder aufpumpen.
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news-21034 Thu, 07 May 2026 14:27:23 +0200 Pressemeldung des Kreisverbandes zum ÖPNV-Check des VCD /startseite/detail/pressemeldung-des-kreisverbandes-zum-oepnv-check-des-vcd Ludwigshafen, 06. Mai 2026. Der VCD Ludwigshafen-Vorderpfalz  ruft zur Teilnahme am „Mobilitätscheck ÖPNV“ auf und will von den Fahrgästen wissen, wie es um den öffentlichen Verkehr in der Region bestellt ist: Fährt der Bus zu selten? Sind Bahnverbindungen unzuverlässig oder umständlich? Klappt der Weg zur Arbeit, zur Schule oder zum Arzt mit Bus und Bahn? Interessierte können die anonyme Umfrage mit einem Klick erreichen – und benötigen nur drei Minuten, um die Fragen zu beantworten. 

„Damit mehr Menschen vom Auto auf Bus und Bahn umsteigen, braucht es ein zuverlässiges und attraktives Angebot“, so Dieter Netter vom VCD Ludwigshafen-Vorderpfalz. „Mit dem Mobicheck wollen wir herausfinden, wie Fahrgäste den ÖPNV erleben – und wo Verbesserungen nötig sind.“ Gerade auch wegen der vielen großen Baustellen in Ludwigshafen, die viele Pendler betreffen, sei es interessant zu erfahren, wie die Alternativen zum Auto bewertet werden. Auch ausfallende und verspätete Züge der S-Bahn-Rhein-Neckar seien nach wie vor ein Ärgernis.

Die Umfrage läuft in den Monaten Mai und Juni. Anschließend wird der Kreisverband das Gespräch mit den entsprechenden Verkehrsbetrieben und dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar sowie mit dem politischen Verantwortlichen Landrat und dem Oberbürgermeister suchen. Helmut Buchholz, Vorsitzender der VCD Kreisverbandes: „Wir werden die Ergebnisse nutzen, um lokale Schwachstellen und Bedürfnisse aufzuzeigen und wie darauf reagiert werden kann. Unser Ziel ist klar: In Zukunft soll niemand mehr auf ein eigenes Auto angewiesen sein, unabhängig vom Wohnort. Dafür brauchen wir einen starken ÖPNV.“ 

Internetadresse der Umfrage: https://survey.lamapoll.de/VCD-MobiCheck-OEPNV

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news-19243 Mon, 04 May 2026 09:56:00 +0200 Radfahren hilft /startseite/detail/radfahren-hilft Auf Einladung des ökologischen Verkehrsclub Deutschland (VCD) beschreibt Jung in seinem Vortrag basierend auf der derzeitigen Studienlage die medizinischen Gründe, warum körperliche Betätigung und gerade das Rad- (und auch Pedelec-) Fahren förderlich für die Gesundheit ist. 

Die Effekte auf das Herz-Kreislauf-System, den Bewegungsapparat, Entzündungsvorgänge und den Cholesterinhaushalt halten gesund und fit, zusätzlich trägt die Ganzkörperbewegung an der Luft zu Entspannung und Lebensfreude bei. Bei einer Orientierung an den WHO-Empfehlungen zur Bewegung sinkt die Mortalität um 10 bis 40 Prozent. Der Referent thematisiert auch die gesundheitlichen Risiken des Radfahrens. Stürze, Angefahrenwerden, die Einatmung von Luftschadstoffen, das sind ernsthafte Gefährdungen. Gegen einiges kann man sich individuell schützen, zum Beispiel durch den Fahrradhelm oder durch Gefahrenbewusstheit im Straßenverkehr. Für anderes brauche es die Pflege einer Kultur der gegenseitigen Rücksichtnahme und eine fahrradfreundliche Straßengestaltung. Der gesundheitliche Nutzen des Radfahrens überwiege jedoch bei weitem dessen Risiken.

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news-20674 Wed, 22 Apr 2026 10:12:41 +0200 Bahnhof der Zukunft /startseite/detail/bahnhof-der-zukunft Bahn-Chefin Evelyn Palla hat kürzlich angekündigt, in den nächsten fünf Jahren 20 Milliarden für die Renovierung und Modernisierung der Bahnhöfe ausgeben zu wollen. Ein wichtiger Schritt. 

Doch den Problemen lässt sich, so konnte man dem Vortrag von Dr. Jutta Deffner, Wissenschaftlerin vom Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE), am 14. März in Mainz im Rahmen eines VCD-Themenabends entnehmen, nicht allein mit Geld hinreichend etwas entgegensetzen – so dringend auch Milliardeninvestitionen in Bahninfrastruktur und Bahnbetrieb benötigt werden. Das Projekt zum „Bahnhof der Zukunft“ , in dem Deffner für das Deutschen Zentrum für Schienenverkehrsforschung arbeitete, zeigte Handlungsperspektiven auf.

Wenn wir eine zukunftsfähige Mobilität anstreben, dann muss sich das Denken und Handeln bei der Ausgestaltung der Verkehrsinfrastruktur ändern. Die herkömmlichen Vorstellungen der Planenden sind geprägt von der Idee, ich will von A nach B kommen und das möglichst schnell. Das Ideal ist im Grunde die Autobahn, die einen möglichst auf gerader Linie mit möglichst hoher Geschwindigkeit zum Ziel führen soll, am besten, ohne den Sitzplatz zu verlassen. Die Straße muss gut sein, die Umgebung der Reise interessiert nicht.

Bahnhöfe: Verbindungspunkte und Aufenthaltsorte

Umweltfreundliches längeres Reisen ist dagegen intermodal. Man wechselt zwischen verschiedenen Formen und Mitteln der Fortbewegung. Eigentlich beginnt auch die Fahrt mit dem Auto mit ein paar Schritten zum Parkplatz, aber dann überlässt man sich der Straße und dem Navi. Bei einer umweltfreundlichen Mobilität ist man im Nahbereich zu Fuß unterwegs oder nimmt das Fahrrad. Bei einer weiteren Entfernung wird die Intermodalitätskette komplexer. Du gehst zu Fuß zum Bus oder zur Straßenbahn und fährst mit dem ÖPNV zum Bahnhof oder nutzt Rad/Pedelec/E-Scooter oder ein Auto, um dorthin zu gelangen. Am Bahnhof klinkst du dich ins Bahnnetz ein. Möglicherweise sind bei der Reise Umstiege erforderlich, mit neuerlichen Zwischenaufenthalten an Bahnhöfen, möglicherweise gibt es für Teilstrecken alternative Bahnverbindungen oder die Möglichkeit des Wechsels auf ein anderes Verkehrsmittel. Bahnhöfe (oder andere Haltepunkte im ÖPNV-Netz) sind jeweils Verbindungspunkte für Abschnitte der Fahrt, aber zugleich immer wieder Aufenthaltsorte. Es gibt viele Anlässe, an ihnen und unter ihnen zu leiden. Aber es gibt auch Ansätze, sie zu verändern.

Jutta Deffner zeigte auf, wie eine veränderte Perspektive auf den Bahnhof und die Reisenden konkrete Handlungsmöglichkeiten eröffnet.

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news-20673 Wed, 22 Apr 2026 09:53:25 +0200 „Cycling Cities“ – Filmvorführung in Mainz /startseite/detail/cycling-cities-filmvorfuehrung-in-mainz “Cycling Cities” tourt seit Monaten durch ganz Deutschland und ist außerdem auf youtube abrufbar. Er fasziniert durch die Kombination von Reisebericht und (verkehrs-)politischer Reportage, weil der Autor bestimmte Städte nicht nur per Fahrrad bereist, sondern von Politikern und Experten aus Paris, Gent, Utrecht, Hamburg und Kopenhagen auch wissen möchte, warum ihre Städte als besonders fahrradfreundlich gelten und was sie ihren deutschen Kolleg:innen empfehlen, damit auch hier ähnliche Zustände erreicht werden können. Das führt zu zum Teil durchaus neuen und interessanten Einsichten, auch wenn naturgemäß viele Probleme ausgeblendet werden (müssen). 

Eine zentrale Erkenntnis dürfte sein, dass es letztlich nicht nur darauf ankommt, mehr Radverkehr zu generieren. Vielmehr müssen die Innenstädte generell menschenfreundlicher gestaltet werden, indem man sie für den motorisierten Individualverkehr unattraktiv macht und den gewonnenen Raum der Natur und den Menschen zurückgibt – und zwar nicht nur den fahrradfahrenden. Für ein solches Konzept, wenn man es erklärt und auch zügig und sozialverträglich umsetzt, dürften sich politische Mehrheiten ohne weiteres finden lassen – auch das wird in den gezeigten Interviews deutlich.

(TK)

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news-20651 Mon, 20 Apr 2026 10:15:46 +0200 Tempolimit - jetzt!?! /startseite/detail/tempolimit-jetzt Dabei ginge es auch anders: Ein flächendeckendes Tempolimit würde den Energieverbrauch senken, Emissionen reduzieren und Verbraucher finanziell entlasten – und das ohne zusätzliche staatliche Ausgaben. 

Durch geringeren Kraftstoffverbrauch sparen Autofahrende direkt Kosten ein. Denn der Zusammenhang zwischen Geschwindigkeit und Spritverbrauch ist physikalisch eindeutig: Mit zunehmender Geschwindigkeit steigt der Luftwiderstand quadratisch an, was zu einem deutlich höheren Energiebedarf führt. Ein Fahrzeug, das statt 160 km/h nur 120 oder gar nur 100 km/h fährt, verbraucht deshalb erheblich weniger Kraftstoff. Je nach Fahrverhalten und Fahrzeugtyp können sich die Einsparungen im Jahr durchaus auf mehrere hundert Euro summieren. (siehe Greenpeace Berechnungen)

Reizthema deutscher Verkehrspolitik

Dadurch würde Deutschland auch weniger Öl importieren müssen, was die Abhängigkeit von internationalen Energiemärkten reduzieren könnte. Außerdem belastet ein Tempolimit durch die geringen Umsetzungskosten den Staatshaushalt kaum, im Gegensatz zu Subventionen oder Steuerentlastungen.

Es könnte also recht einfach sein – immerhin sind Tempolimits international längst Standard – wäre nicht ausgerechnet das „Tempolimit“ ein Reizthema deutscher Verkehrspolitik. Obwohl die Mehrheit der Bevölkerung längst die Einführung eines generellen Tempolimits befürwortet1, wird diese schnell umsetzbare, die Sicherheit erhöhende und ökologisch sinnvolle Maßnahme von konservativ-liberalen Politiker:innen als unzumutbare Einschränkung individueller Freiheit kategorisch abgelehnt. 
Dass das aktuell im Mittelpunkt stehende Argument, das Einsparpotenzial beim Kraftstoffverbrauch, in diesem Punkt eine Wende bringt, ist leider eher unwahrscheinlich. 

 

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news-20564 Mon, 30 Mar 2026 10:23:44 +0200 Dank Anwohnerinitiative: Tempo 30 auf der L 422 in Mainz /startseite/detail/tempo-30-auf-der-l-422-dank-anwohnerinitiative VCD-Mitglied Tillmann Krach hatte bereits im Jahr 1992 bei der Stadt dafür plädiert, ob dass auf dem Straßenstück im Wohngebiet Tempo 30 eingerichtet werden solle. 25 Jahre später, im Jahr 2017, gründete sich eine Anwohnerinitiative für „Tempo 30“, die Unterschriften sammelte, Verwaltung sowie Ortsbeirat mit Eingaben und der Teilnahme an den „Einwohnerfragestunden“ gehörig nervte und immerhin 2019 erreichte, dass zwecks Temporeduzierung das „alternierende Parken“ eingeführt wurde. Noch im Oktober 2020 lehnte allerdings die Straßenverkehrsbehörde Tempo 30 unter Hinweis auf fehlende rechtliche Voraussetzungen ab. 

2025: Neue Chance dank geänderter StVO

Die Anwohnerschaft aber blieb am Ball. Anfang 2025 gab es dank geänderter StVO und entsprechend angepasster Verwaltungsvorschriften eine neue Chance: Wiederum wurde dem Ortsbeirat, auf dessen Unterstützung man nach wie vor hoffte, eine „Petition“ mit 70 Unterschriften präsentiert, die fast ausschließlich von Anwohner:innen stammten. Erneut fand eine Ortsbegehung mit Vertretern des Ortsbeirats und der Verwaltung statt, bei der auf die Problematik aufmerksam gemacht wurde. Dank der neuen StVO-Regelungen - Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit an Fußgängerüberwegen und hochfrequentierten Schulwegen - wurde der Ortsbeirat zu einer entsprechenden Beschlussfassung bewegt. 

 

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news-20542 Mon, 30 Mar 2026 10:21:29 +0200 Ohne-Auto-Mobil: Wanderungen 2026 /startseite/detail/ohne-auto-mobil-wanderungen-2026 Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln (ab Mainz oder Wiesbaden)
E-Mail: oam.rheinhessen@vcd.org

Änderungen vorbehalten: Änderungen, z.B. in Abfahrtszeit und Tourenverlauf, ggf. auch Absagen, können notwendig sein, 2026 insbesondere auch durch Baustellen der Bahn. Eine Anmeldung ist daher – auch für Winterwanderungen - unbedingt erforderlich. 

Schwierigkeitsgrad -die Wandertouren sind im Allgemeinen wie folgt klassifiziert:

* leicht Länge bis ca. 12 km, keine größeren Steigungen, auch für weniger Geübte geeignet.
** mittelschwer mittlere Streckenlänge (ca. 12 - 16 km) mit leichten Steigungen, etwas Ausdauer nötig.
*** anspruchsvoll: längere Strecke (ca. 16 - 20 km) mit einigen Höhenunterschieden. Für Anfänger nur bedingt geeignet.
**** sportlich: lange Strecke (> 20 km) mit größeren Höhenunterschieden, eine gute Kondition ist unbedingt erforderlich. Nicht für Anfänger geeignet.

Beachten Sie, dass diese Einstufung stets nur subjektiv sein kann. Wenn Sie unsicher sind, wenden Sie sich bitte an die jeweilige Tourenleitung.

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news-20561 Mon, 30 Mar 2026 09:41:02 +0200 Hält die künftige Koalition Wort? /startseite/detail/haelt-die-kuenftige-koalition-wort Das ganze Land und besonders die Anwohnenden im Mittelrheintal werden von der Bundesgartenschau betroffen sein, die im Jahr 2029 mit verteilten Lokationen viele Monate entlang des Oberen Mittelrheins zwischen Bingen und Koblenz veranstaltet werden soll und täglich Tausende von Gästen im ohnehin verkehrlich belasteten Tal erwartet. Röder führt aus: „Wir haben seit Jahren Vorstöße beim Ministerium unternommen, dass das Land aktiver werden muss, und haben uns jetzt gefreut, dass sowohl CDU als auch SPD betonten, dass sie eine nachhaltige, umwelt- und tourismusfreundliche Entwicklung des Verkehrs anlässlich der Bundesgartenschau anstreben - mit Vorrang für ÖPNV, Rad- und Fußverkehr.“ Jetzt, so Röder, sei es höchste Zeit, die Mittel für die erforderlichen Investitionen bereitzustellen und mit der Umsetzung zu beginnen. Der VCD weist auch daraufhin, dass die Option einer Rheinquerung mit den bislang noch existierenden fünf Fährverbindungen, beginnend bei der Personenfähre in Bingen, für Rad- und Fußverkehr und damit für den Tourismus essentiell ist. Deren bisher privatwirtschaftlicher Betrieb müsse langfristig gesichert werden. Nach Brückenerrichtung würde er praktisch vollständig subventionsabhängig, ebenso wie der zusätzlich zu bestellende Schülerverkehr.

Ein weithin bekanntes Problem ist, dass nach dem gegenwärtigen Landesschulgesetz der ÖPNV für Kinder und Jugendliche, die eine weiterführende Schule besuchen, nur finanziert wird, wenn ihr zumutbarer Schulweg über 4km lang ist. Dies führt im ganzen Land immer wieder zu Situationen, dass ein Kind ein Deutschlandticket frei erhält, aber das Kind aus dem Nachbarhaus leer ausgeht. Die „Zumutbarkeit“ von Wegen wird dabei oft Wegen bescheinigt, die Erwachsene niemals gehen würden und die sie für ihre Kinder zu Recht als zu gefährlich erachten. Die CDU hat sich in ihrer Vorwahl-Erklärung klar bekannt: es „sollen aus unserer Sicht alle Schülerinnen, Schüler und Auszubildenden, unabhängig vom Wohnort, ein vom Land finanziertes Deutschlandticket erhalten“. Die SPD schrieb immerhin, „[wir] stehen für eine gerechte, verlässliche und bezahlbare Mobilität“ - und kann damit kaum anderes gemeint haben, als die Abkehr von der bisherigen Regelung. Der VCD fordert: Machen Sie ein Deutschlandticket allen Schülerinnen und Schülern günstig zugänglich. Das könnte auch über ein Deutschland-Familienticket geschehen, bei dem die Kinder im Deutschlandticket der Eltern einbezogen sind.

Vor der Wahl bekräftigten beide Parteien, dass sie den Klimaschutz nicht aufweichen wollen. Die SPD bekannte sich zum gültigen Landesklimaschutzgesetz: „Rheinland-Pfalz soll bis 2040 klimaneutral werden.“ Die CDU schrieb: „Wir bekennen uns ausdrücklich zur Dringlichkeit eines wirksamen Klimaschutzes – auch und gerade im Verkehrssektor.“ Bezogen auf den Verkehrssektor begrüßt der VCD, dass beide Parteien sich zur Fortführung der – in Rheinland-Pfalz bundesweit vorbildlichen – Entwicklung der Bahn- und Busverkehre einsetzen wollen.

Röder erklärt: „Wir hoffen, dass die Parteien ihre vor den Wahlen bekundeten klimapolitischen Versprechen ernst nehmen. Auch wenn in der Umsetzung viel Arbeit ansteht, manche Abkehr von lange gepflegten Praktiken erforderlich ist und gern gehegte Glaubenssätze über Bord geworfen werden müssen.“ Damit die deutsche Industrie nicht endgültig den Anschluss an den Weltmarkt verpasst, müsse eine Landesregierung dringend die Ladeinfrastruktur für E-Mobilität voranbringen und deren Nutzung fördern – das wollen alle. Die Mythen von E-Fuels und synthetischen Kraftstoffe zu verfolgen, auch wenn dies die Parteien planen, sei dagegen Verschleuderung von staatlichen wie auch privaten Investitionsmitteln. „Bei diesen Fragen entscheidet es sich, ob der Klimaschutz im Verkehr rational betrachtet wird oder Worthülse bleibt“, so Röder

Nachlesen können Sie die Aussagen der Parteien unter folgendem Link

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news-20568 Mon, 30 Mar 2026 09:00:00 +0200 Fußgängerzonen für Fußgänger – VCD fordert Ausweichroute für den Radverkehr durch die Hartmannstraße /startseite/detail/fussgaengerzonen-fuer-fussgaenger-vcd-fordert-ausweichroute-fuer-den-radverkehr-durch-die-hartmannstrasse „Eine Fußgängerzone ist für Fußgänger da. Weder Autos noch Fahrräder dürfen sie behindern oder gefährden", erklärt der Vorsitzende des VCD Ludwigshafen-Vorderpfalz, Helmut Buchholz, in einer Pressesmeldung zum Thema.

Aus Sicht des VCD sind Konflikte zwischen Radfahrenden und Fußgängern vorprogrammiert. Studien zeigen eindeutig, dass die Mischung beider Verkehrsarten zu gefährlichen Situationen führt – besonders in engen oder stark frequentierten Fußgängerzonen. Die von der Stadt empfohlene Umleitungsstrecke über Denisstraße, Carl-Wurster-Platz, Prinzregentenstraße und Bernhard-Timm-Platz ist zudem selbst für Fußgänger unübersichtlich. Bäume, Stadtmöblierung sowie ein- und ausfahrende oder parkende Kraftfahrzeuge erschweren zusätzlich die Orientierung.

„Radfahrende sind schneller unterwegs, dadurch fühlen sich viele Fußgänger bedroht. Genau deshalb lehnen viele Menschen den Radverkehr in Fußgängerzonen ab. Sie fühlen sich eingeschränkt und gefährdet“, erläutert der Vorsitzende des Kreisverbandes.

Der VCD weist außerdem auf rechtliche und praktische Probleme hin: In Fußgängerzonen dürfen Radfahrende nur mit Schrittgeschwindigkeit fahren und müssen besondere Rücksicht nehmen. Verstöße können Bußgelder nach sich ziehen. „Die Stadt setzt die Regeln der Straßenverkehrsordnung schon heute nicht konsequent durch – das zeigen die vielen Kraftfahrzeuge in der Prinzregentenstraße", erklärt Vorstandsmitglied Dieter Netter.

Nach Einschätzung des VCD schadet die Vermischung von Fuß- und Radverkehr der Akzeptanz beider umweltfreundlicher Verkehrsarten. Der Verband schlägt deshalb vor, die Achse Hartmannstraße – Schmale Gasse als klare Nord-Süd-Route für den Radverkehr auszubauen und anzupassen.

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news-20504 Wed, 18 Mar 2026 11:51:15 +0100 OAM Programm 2026 /startseite/detail/oam-programm-2026 news-20435 Wed, 04 Mar 2026 11:25:09 +0100 Radfahrende brauchen komplette Radroutennetze /startseite/detail/radfahrende-wollen-sichere-routen Öffnung von Einbahnstraßen

In den 1980er Jahren wurde der Ingenieur Harry Tebbe in Mainz als einer der ersten Radfahrbeauftragten in Deutschland in sein Amt berufen, das er dann bis zum Jahr 2010 bekleidete. In dieser Zeit prägte er nicht nur in Mainz, sondern bundesweit die Richtung, in die sich der Radverkehr in den Kommunen entwickelte – oder entwickeln sollte. In Mainz setzte er durch, dass bundesweit die ersten Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung geöffnet wurden. Die Radelnden müssen in dieser Situation nicht mehr die Beschränkungen auf sich nehmen, die nur zugunsten der Flüssigkeit des Autoverkehrs erlassen werden. Auch aus Sicht der Polizei hat sich dies auf den vielen Straßen in Mainz, bei denen die Regelung angewendet wurde, bewährt.

Andererseits, die 235 km Radwege, deren sich Mainz am Ende der Amtszeit Tebbes in Mainz rühmen konnte, offenbaren ein Dilemma.

Problem: Radwege ohne reellem Platz 

Die Radwege sind selbst bei einer nominell auf Radverkehr orientierten Politik oft nur dort entstanden, wo sie den Autoverkehr nicht stören. Vielfach wurde im Raum für den Fußverkehr mit einem Mittelstrich ein Teil der Fläche zum Radweg erklärt, so dass danach weder Rad- noch Fußverkehr stressfrei möglich ist. Oder man hat, mit dem gleichen Ergebnis, den Fußweg mit einem blauen Schild zum gemeinsamen Weg etikettiert. Das Unfallproblem an den Straßenkreuzungen wuchs eher noch. Allzu leicht werden Radfahrende, wenn sie ihr Vorfahrtsrecht wahrnehmen, dem Auto buchstäblich vor die Räder geschickt...

Ausreichende, gut erreichbare und sichere Abstellmöglichkeiten sind eine weitere Grundvoraussetzung dafür, dass das Fahrrad im Alltag tatsächlich als Verkehrsmittel genutzt wird.

Entsprechende rechtliche Spielräume eröffnet die neue Straßenverkehrs-Ordnung (StVO). Sie ermöglicht es Kommunen, „angemessene Flächen“ zugunsten von Radfahrenden sowie zu Fuß Gehenden umzuwidmen. Diese Möglichkeit bietet Städten und Gemeinden die Chance, Verkehrsflächen neu zu verteilen und den Umweltverbund gezielt zu stärken.

30km/h als Höchstgeschwindigkeit

Wo der Raum dennoch nicht für eine baulich getrennte und sichere Radinfrastruktur ausreicht, bleibt der Mischverkehr. 

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news-20434 Wed, 04 Mar 2026 11:11:59 +0100 Fahrradfreundlich? - noch viel zu tun in Bad Kreuznach /startseite/detail/fahrradfreundlich-noch-viel-zu-tun-in-bad-kreuznach Die Evangelische Erwachsenenbildung hatte zusammen mit dem VCD und der Klimagemeinschaft Bad Kreuznach ins Bonhoeffer-Haus zu dem Film von Ingwar Perowanowitsch eingeladen. Eindrücklich wird in dem Film gezeigt, wie sehr Städte und ihre Bewohner und Gäste von einer fahrradfreundlichen Umgestaltung profitieren. Der Dokumentarfilmer und Journalist Ingwar Perowanowitsch hat mit dem Rad mehrere Städte in Frankreich, Belgien, Holland und Dänemark bereist und zeigt im Film die positiven Veränderungen, die sich durch mehr Fahrradwege, Fahrradstraßen und -brücken ergeben haben. 

Der Einladung an die Mitglieder des Stadtrates war Hermann Holste gefolgt, der für Bad Kreuznach noch viel Potential für das Fahrrad als Verkehrsmittel sieht. Im Publikumsgespräch, das auf den Film folgte, wurde von vielen Seiten ein entschiedenerer Ausbau der Radwege in Bad Kreuznach gefordert. Das Resumee: Fahrradfreundlich ? - da ist noch viel zu tun in unserer Stadt. 

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news-20268 Wed, 28 Jan 2026 19:30:00 +0100 Kandidat*innen zur Landtagswahl - Podiumsdiskussion /startseite/detail/kandidatinnen-zur-landtagswahl-podiumsdiskussion Unter dem Titel “Kandidat*innen zur Landtagswahl” lädt der Kreisverband Ludwigshafen-Vorderpfalz des Verkehrsclub Deutschland (VCD) am Mittwoch, den 28. Januar zu einer Podiumsdiskussion in das Kulturzentrum dasHaus in der Bahnhofstraße in Ludwigshafen ein. Beginn ist 19:30 Uhr im Raum Dôme, dessen Eingang in der Berliner Straße ist. 

 Bei der Veranstaltung soll es um die Bewertung der aktuellen Verkehrssituation im Land gehen und darum, was man auf Rheinland-Pfälzischer Ebene tun kann, um die Mobilität für alle Menschen zu sichern und dabei Umwelt und Klima und die Gesundheit der Bürger*innen nicht allzu sehr zu belasten. Direktkandidat*innen der beiden Ludwigshafener Wahlkreise werden ihre Positionen und Ideen zu nachhaltigem Verkehr sowie ÖPNV, Fuß- und Radwege, Bahnstrecken und Autos vorstellen und darüber beraten, wie das funktionieren kann.

Teilnehmen werden Beatrice Wiesner (SPD), Raymond Höptner (CDU), Matthias Jurczak (Bündnis 90/die Grünen), Anes Avdic (FDP), Jonas Leibig (die Linke), Jan Alexander Mohammad (BSW) und Michaela Schneider-Wettstein (Volt).

Moderiert wird der Abend von Helmut Buchholz, dem Vorsitzenden des Kreisverbandes des VCD Ludwigshafen-Vorderpfalz.

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news-20237 Mon, 19 Jan 2026 10:20:00 +0100 VCD fordert Einbeziehung der Rheinfähren in den ÖPNV /startseite/detail/vcd-fordert-einbeziehung-der-rheinfaehren-in-den-oepnv Die Sperrung der Bahnlinie zwischen Ingelheim und Mainz (und zeitgleich zwischen Oberwesel und Boppard) im Dezember 2025 hat einen Vorgeschmack gegeben auf mögliche Folgen der Generalsanierung auf der linksrheinischen Bahnstrecke im Jahr 2028. Für Gruppen wie Schulklassen garantierte die Bahn aufgrund unzureichender Buskapazitäten keine Mitnahme im Schienenersatzverkehr, trotz langfristig vorab gekaufter Karten. Einzelpersonen schickte der DB-Navigator teilweise auf zeitraubende Umwege mit mehreren Umstiegen, zum Beispiel für die Strecke von Bingen nach Frankfurt.

Einbeziehung der Fähren in den ÖPNV

Fahrgästen zwischen Mainz und Köln droht also eine erhebliche Einschränkung ihrer Mobilität, wenn keine Alternativen entwickelt werden. Mehr als drei Stunden Fahrtzeit mit mehrfachen Umstiegen für eine Strecke wie Bingen-Frankfurt werden für die meisten Fahrgäste unzumutbar sein und sie womöglich endgültig von der Bahn vertreiben. Um die Mobilität auch während der kommenden umfangreichen Streckensanierung zu erhalten, muss die verbleibende Zeit bis 2028 genutzt werden, um bessere Lösungen zu erarbeiten. Im Selbstversuch hat sich für die Strecke Bingen-Frankfurt gezeigt, dass es etwa eine Stunde Fahrtzeit sparen kann, die andere Rheinseite zu nutzen. Schlussfolgerung: Die Fähren entlang des Rheins müssen in den ÖPNV integriert werden! Das gilt für die Tarife, die Zuwege und für die Fahrpläne. Sowohl Einzelfahrscheine, die in den von der Streckensperrung betroffenen Orten erworben werden, als auch das Deutschland-Ticket müssen ermöglichen, die Fähre über den Rhein zu nehmen und den Rest der Strecke dort zurückzulegen.

Erreichbarkeit sichern

Ebenso muss die Erreichbarkeit der Fähren gesichert sein. So ist die Autofähre in Bingen am Rhein, die weit abseits von Bahnhöfen und Bushaltestellen startet, für Menschen zu Fuß kaum zu erreichen. Der VCD fordert deshalb, zusätzlich die Personenfähre zwischen Bingen (Stadt) und Rüdesheim wieder in Betrieb zu nehmen. Die Anlegestellen für diese Fähre befinden sich verkehrsgünstig zwischen Haupt- und Stadtbahnhof bzw. in fußläufiger Entfernung zu den Bushaltestellen. Auch für die Erreichbarkeit des Rüdesheimer Bahnhofs ist die Personenfähre wichtig, denn im Zuge der diesjährigen Generalsanierung auf der rechten Rheinseite wird der Bahnhof ein Stück rheinaufwärts versetzt, womit auch dort die Entfernung zur Autofähre wächst. Der VCD ruft daher die Verantwortlichen in der Landesregierung und den betroffenen Verkehrsverbünden auf, umgehend das Gespräch mit der Bingen-Rüdesheimer Schifffahrtsgesellschaft zu suchen, um zu einer Lösung zu kommen. Die Personenfähre liegt noch im Binger Hafen – sie muss nur reaktiviert werden!

Eine lösbare Aufgabe

Ähnliches gilt für andere Fähren und Fährbetreiber entlang des Rheins, beispielsweise der Fähre von Engelsburg nach Kaub. Linksrheinisch befindet sich der Anleger auf freier Strecke zwischen den Bahnhöfen Bacharach und Oberwesel, würde also normalerweise vom Schienenersatzverkehr nicht angefahren. Da die SEV-Busse ohnehin auf der B9 fahren und es eine Bushaltestelle am Fähranleger gibt, muss hier für sie lediglich ein Halt vorgesehen und in den Fahrplänen berücksichtigt werden – eine lösbare Aufgabe.

Es geht darum, die Mobilität für Menschen beidseits des Rheins zu verbessern, und zwar nicht nur während der Generalsanierung der linksrheinischen Bahnstrecke im Jahr 2028. Insbesondere für das Gelingen der Bundesgartenschau 2029 im oberen Mittelrheintal sind die Rheinfähren von zentraler Bedeutung. Sie müssen zu einem wesentlichen Bestandteil eines nachhaltigen Verkehrskonzepts für die BUGA 2029 werden; und auch danach dauerhaft in den ÖPNV eingebunden werden.

(CK)

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news-20267 Sat, 17 Jan 2026 21:14:00 +0100 VCD fordert Nachbesserung /startseite/detail/vcd-fordert-nachbesserung Der VCD Kreisverband Ludwigshafen-Vorderpfalz begrüßt zwar die jüngsten Maßnahmen der Stadtverwaltung zur Verbesserung des Radverkehrs in der Berliner Straße, insbesondere die Installation von Randsteinen zur Verhinderung des Parkens auf Radwegen. Allerdings zeigt sich der Verein enttäuscht über die unzureichende Umsetzung, insbesondere im Abschnitt zwischen Wörthstraße und Dammstraße.
„Es ist unverständlich, dass nach den schlechten Erfahrungen vor Jahren in der Wredestraße, wo Radwegabgrenzungen ausprobiert wurden und es zu schweren Stürzen kam, nun ein nur 120 cm breiter Radstreifen mit Randsteinen versehen wird“, kritisiert Diethelm Messinger, stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbandes. "Die gefederten Warnbarken können Stürze nicht verhindern, wenn Radfahrende mit den Pedalen an den Randsteinen hängen bleiben. Außerdem entspricht die Breite bei weitem nicht den Mindestanforderungen der gültigen technischen Regelwerke ERA 2010 und RASt06. Wir fragen uns, warum diese ignoriert werden, obwohl ausreichend Platz vorhanden ist."
Helmut Bucholz, Vorsitzender des Kreisverbandes, ergänzt: „Problematisch ist der schlechte Zustand der Radstreifen-Oberflächen auf beiden Straßenseiten zwischen Wredestraße und Dammstraße. Schlaglöcher und Unebenheiten erhöhen die Unfallgefahr zusätzlich. Hier muss die Stadt dringend nachbessern, um die Sicherheit der Radfahrenden vor allem bei Dunkelheit zu gewährleisten.“
Der VCD fordert eine Verbreiterung des Radstreifens auf mindestens 160 cm. Zudem müssen die Randsteine insbesondere an den Enden einer Steinreihe besser im Boden verankert werden, da bereits die ersten Steine durch parkende Autos aus dem Boden gerissen wurden. „Die Stadt hat bei der Fertigstellung der Maßnahmen im Februar 2026 die Chance, mit geringem Aufwand die Sicherheit und Attraktivität des Radverkehrs in der Berliner Straße zu verbessern. Diese Chance darf sie nicht vertun", so Messinger.
Langfristiges Ziel muss es sein, die komplette Berliner Straße in eine verkehrsberuhigte Fahrradstraße zu verwandeln, auf der man eine sichere und angenehme Verbindung zwischen den Stadtteilen Nord und Süd schaffen kann.

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news-18443 Thu, 15 Jan 2026 08:47:00 +0100 Fahrradtipps für den Winter: Sicher durch die dunkle Jahreszeit /startseite/detail/radfahren-im-winter Wir geben hier also keine Tipps für Hardcore-Sportradler, die lassen sich im Netz finden. Motto „im letzten Winter bin ich bei -18 °C in die Karpaten gefahren ...“ (https://www.youtube.com/watch?v=U4Wnpe81N-U

Infos für Winter-Sportradlerinnen eher in hiesigen Gefilden liefert das ebenfalls instruktive Videio https://www.youtube.com/watch?v=nZCuH8agTLI 

Was ist nun also wichtig, wenn Du im Alltag bei winterlichen Bedingungen radeln willst?

  1. Platz in Anspruch nehmen: Bei allen Wetterlagen gilt, fahre nicht prophylaktisch an den Fahrbahnrand oder abseits der Fahrbahn, wenn dort kein Weg fürs Rad ist! Der Sprung an die Seite ist die Notmaßnahme. bevor es konkret zum Crash kommt. Gerade wenn im Winter an der Fahrbahnseite noch Schnee, Matsch und Eis liegen, muss man die Spur richtig in Anspruch nehmen und signalisieren, hier bin ich nicht überholbar. Es hilft, wenn die Bekleidung mich optisch groß und breit macht, mit Farben aus dem Rot- und Signalspektrum.
  2. Routen anpassen: Wenn es alternative Wege gibt, wird man im Winter natürlich schauen, welche Routen unter winterlichen Bedingungen sicherer und angenehmer zu fahren sind. 
    Wichtig: Benutzungspflichtige Radwege, also Wege, die mit dem Radsymbol auf blauem Untergrund gekennzeichnet sind, sind nicht mehr benutzungspflichtig, wenn sie – hier aufgrund von Schnee, Eis und Matsch - nicht zum Fahren benutzbar sind. Wo man nicht fahren kann, muss man es erstaunlicherweise auch nicht, selbst wenn die Autofahrer das manchmal anders sehen; sondern wechselt auf die Fahrbahn – was, aber s. (1) seine eigenen Schwierigkeiten hat.
  3. Oberbekleidung: Das ist natürlich auch Typsache. Warm anziehen – klar. Aber nicht zu viel, so dass man den Spaß an der Bewegung verliert oder bald schweißgebadet ist. Wichtig vor allem ist die Winddichtigkeit der Oberbekleidung. Die Luftpolster am Körper bewirken die Wärmeisolation. Sie werden optimiert durch ein „Zwiebelsystem“. Mehrere dünne Schichten von Kleidung erlauben sich den Umständen anzupassen. Sie müssen so eng anliegen, dass die kalte Luft nicht in Zwischenräume einströmt. Wenn es regnerisch ist, wehrt ein Regenponcho oder auf längeren Strecken Regenjacke und -hose die Nässe ab.
  4. Der Kopf: Fahrradhelme sind jetzt erst recht von Bedeutung, weil es bei Glätte und Nässe eher zu einem Sturz kommen kann. Helme verfügen üblicherweise über Lüftungsschlitze, die für einen frischen Luftzug sorgen, damit der Kopf im Sommer nicht überhitzt. Bei kühleren Temperaturen sollte diese Luftzufuhr unterbleiben. Dafür sind dünne Unterziehmützen unter dem Helm oder Helmüberzüge (oft auch reflektierend) oder beides kombiniert wichtig. Stirn und Ohren überdeckende Bänder können für einen Schutz der Stirnhöhlen und der Ohren sorgen. Sturmmützen oder Masken halten auch Mund- und Kinnpartie warm, führen allerdings bei Brillenträgern leicht zu beschlagenen Gläsern und schlechter Sicht.
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news-20262 Wed, 14 Jan 2026 09:46:00 +0100 Ein Velodukt – eine spektuläre Projektidee für Mainz /startseite/detail/ein-velodukt-eine-spektulaere-projektidee-fuer-mainz Mainz, auf altrömisch „Moguntiacum“, war eine wichtige Grenzsiedlung des Römischen Reiches. Immer wieder werden bei Bauvorhaben Reste der römischen Besiedlung ausgegraben. Es gibt sogar Reste von Großbauten, die 2000 Jahre oberirdisch überdauert haben. Die Römer waren Meister im Bauen von Wasserleitungen (Aquädukte), mit denen sie ihre Anlagen versorgten. Von weither wurde Wasser aus Bergen und Hügeln in die Ebene transportiert. Dabei wurden Landschaftseinschnitte und Täler mit Brücken überspannt. Eine solche Konstruktion gab es auch in Mainz, um das Tal des Zahlbachs, das die Anhöhe zu den Mainzer Umlandhügeln unterbricht, zu überwinden. Von den ehemals 64 Pfeilern der Brücke sind einige wenige rudimentär erhalten und werden als Römersteine bezeichnet.

Der Architekt Axel Eggert hat zusammen mit dem Journalisten Philipp Müller die kühne Vision des Velodukts entwickelt, die Führung des Rad- (und Fuß-)verkehrs über eine Brücke, die die römischen Formen anklingen lässt. Wie zur Römerzeit dem Wasser eine Bahn über das Tal geschaffen wurde, so sollen jetzt für Fuß- und Radverkehr Verbindungen entstehen, die über dem Tal in der Höhe schweben.

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news-20263 Tue, 13 Jan 2026 10:13:00 +0100 Tipps für das Deutschland-Ticket /startseite/detail/tipps-fuer-das-deutschland-ticket 1. Deutschlandticket als 1 Monats-Ticket kaufen, Kündigung nicht notwendig

Die Vorteile des Deutschland-Tickets haben wir bereits häufiger dargelegt (vgl. z.B. hier), über einen Nachteil (und seine Lösung) haben wir bislang noch nicht berichtet: das Deutschlandticket ist als Abonnement ausgestaltet. Die Mindestgeltungsdauer beträgt einen Monat, es muss jeweils bis 10. des Monats zum Monatsende gekündigt werden, ansonsten verlängert es sich automatisch (siehe Deutschlandticket - Vertragslaufzeit und Kündigung, Seite 5). 
Es ist also eine Kündigung bis 10. des Monats in jedem Fall erforderlich, sonst hängt man in der Abo-Falle? Sollte man meinen – ist aber nicht so, nur ist die Lösung kaum bekannt:

Für alle, die ihr Deutschlandticket auf dem Smartphone haben möchten, auch bspw. Touristen aus dem Ausland – gibt es – gut versteckt – ein Angebot der Fa. Autobus Oberbayern, München, die den Flughafen-Shuttle der Lufthansa in München betreibt (auf dem übrigens das Deutschlandticket ebenfalls gilt). Klickt man dort auf "Deutschlandticket kaufen", öffnet sich die Seite des Deutschlandticket-Store Autobus Oberbayern. Hier ist unter Abostart unten links auf der Seite das Häkchen bei "Nur Einzelticket: Ihr Abo wird direkt gekündigt, Sie erhalten nur ein Ticket für den ausgewählten Monat." standardmäßig aktiviert. Wer das Deutschlandticket über diesen Weg für unbestimmte Zeit kaufen möchte, muss es deaktivieren. Dadurch ist die Abo-Funktion des Deutschland-Tickets ausgehebelt. 
Rechtlich ist das Ganze einwandfrei und kundenfreundlich obendrauf: das Deutschlandticket bleibt de jure ein Abo, nur wird mit der Bestellung automatisch die Kündigung ausgelöst, und zwar immer am 10ten des Monats zum Monatsende. So kann der Fahrgast das Deutschland-Ticket als Einmalkauf erwerben. Die App für das Smartphone, in die das Ticket geladen wird, wird den Kund/innen per E-Mail mitgeteilt.

Das Angebot wurde im Dezember 2025 von einem VCD-Mitglied getestet, es funktioniert einwandfrei. Die Zahlung erfolgt per Lastschrift, Kreditkarte oder Paypal. Vielleicht ein Tipp, um die Schwellangst vor dem Deuschlandticket-Abo zu überwinden? Und definitiv eine Empfehlung für andere Verkehrsbetriebe/-verbünde zur – kundenfreundlichen – Nachahmung!
Einziger Nachteil: das Verfahren funktioniert nur über die Smartphone-App von Autobus Oberbayern, die aber mutmaßlich nicht so datenhungrig ist wie der DB-"Schnüffelator" 

2 Deutschlandticket als Chipkarte mit Lichtbild – gibt's das?

Für alle, die ihr Deutschlandticket lieber als Chipkarte besitzen, haben wir einen weiteren Tipp: die Chipkarte – ohne Aufpreis – aber mit Lichtbild. Der Vorteil liegt auf der Hand: es macht das Ticket für einen unehrlichen Finder wertlos und erleichtert im Zug die Kontrolle bzw. oft das Zeigen des "Perso".

Da der Preis und die Geltungsdauer bzw. -bereich des Deutschland-Tickets bundesweit einheitlich sind, kann die Chipkarte bei jedem beliebigen Anbieter gekauft werden. Die Chipkarte wird dann per Post zugesandt. Von den Verkehrsverbünden in Rheinland-Pfalz sind uns Chipkarten, so sie überhaupt ausgegeben werden, bisher nicht bekannt.

Der VCD-Tipp für eine Chipkarte mit Lichtbild ist daher die Stuttgarter Straßenbahn (SSB): Ihr beginnt die Bestellung auf der SSB-Bestellseite. Über "weiter" dann zu den persönlichen Angaben und zur "polygoCard". Diese ist nur für Fahrgäste im Stuttgarter Verkehrsverbund relevant, jedoch ist die Zusatzleistung "polygoCard" auch mit einem Lichtbild möglich, das Ihr als Bilddatei hier hochladen könnt; alle gängigen Biddateiformate sind möglich. Angaben zur Zahlungsweise nicht vergessen – fertig und online absenden. Nach 10-14 Tagen erhaltet Ihr das Deutschlandticket als Chipkarte mit Lichtbild per Post. Der Preis ist trotz Lichtbild der gleiche wie bei der Chipkarte ohne Lichtbild – 63 €.

(UV)

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news-20236 Mon, 12 Jan 2026 10:07:00 +0100 Landstraße (alt) und Landstraße (neu) /startseite/detail/landstrasse-alt-und-landstrasse-neu Weil vor Ort Bürger vom VCD aktiv wurden, hat sich auch der Landesverband des Themas angenommen und die Bürgereinwendungen gegen die Planfeststellung durch eine eigene Einwendung ergänzt. Was ist der Sachverhalt: Das Straßenstück hat in Teilen eine – fast wörtlich – unterirdische Qualität.

Der Asphalt ist brüchig z.T. über die ganze Straßenbreite von durchschnittlich (!) nur 4,60 m, Die Ränder der Fahrbahndecke sind mit springenden Kanten abgebrochen. Die Fahrbahn mutet mehr wie ein schlecht unterhaltener Wirtschaftsweg denn als eine Straße heutigen Standards an. Begegnungen zweier Kraftfahrzeuge erfordern, wie das Foto zeigt, auch schon mal das Ausweichen in den Acker. Klar, man kann auf der Straße auch Rad fahren, allerdings eher mit einem Mountain Bike als mit einem Rennrad, und, Empfindliches transportieren im Radkorb, das funktioniert eher nicht. Und wer zu Fuß unterwegs ist, weil das oft die schnellste oder einzige Möglichkeit ist, sich zum Nachbarort oder zur Bushaltestelle an der B8 zu begeben, muss auch springen.

Sprung in den Acker

Ein Sanierungsfall ist die Straße somit klarerweise für alle Verkehrsarten. Aber was plant der LBM? Er will die Straße zweistreifig ausbauen, so dass sie nachher 5,50 m breit ist und zwei Spuren darauf führen. Das Standardauto hat heute allerdings von Außenspiegel zu Außenspiegel eine Breite von 2,25 m. Die 50 cm Restbreite genügen bei weitem nicht, damit Autos sicher an Zufußgehenden vorbeifahren können. Und der erforderliche Abstand zu Radfahrenden kann sowieso nicht eingehalten werden: Die Rechnung ist 75 cm Abstand vom Straßenrand, 75 cm Personen-/Lenkerbreite, 2 m vorgeschriebener Überholabstand von Kraftfahrzeugen gegenüber Radfahrenden, ergibt eine benötigte Breite von 3,50 m. Um sie einzuhalten, muss ein PKW-, ein Bus oder ein landwirtschaftliches Fahrzeug komplett auf die Gegenspur fahren – und dort dürfen keine Radfahrenden oder Zufußgehenden sich bewegen oder sich aufhalten. Hinzu kommt, dass landwirtschaftliche Fahrzeuge auch Überbreiten bis 3m aufweisen können. Da hülfe dann nur wieder der Sprung in den Acker. Dort sollen aber jetzt Leitplanken errichtet werden.

 

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news-20109 Mon, 15 Dec 2025 10:22:30 +0100 Sinnvoll verschenken /startseite/detail/sinnvoll-verschenken Wie wäre es in diesem Jahr mit einer Mitgliedschaft im VCD? Die Geschenkmitgliedschaft macht Sinn und unterstützt unseren Einsatz für Mensch und Umwelt! Als Gratis-Geschenk gibt es in diesem Jahr drei Auswahlmöglichkeiten: das Reisemagazin „anderswo“, die VCD-Kappe oder das Buch „Mit Füßen und Pedalen“. Auch wenn die Bestellfrist (12.12.) vorbei ist, kann die Mitgliedschaft noch abgeschlossen werden; das Gratis-Geschenk erhaltet ihr dann nach Weihnachten.

Ihr könnt euch auch unseren VCD-Ausflugsgutschein ausdrucken und auf diesem Weg gemeinsame Zeit verschenken. 


 

Unsere Buch-Tipps

 

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news-20095 Thu, 11 Dec 2025 11:29:51 +0100 Comeback der Schiene /startseite/detail/comeback-der-schiene Für das Zehnjahresprojekt „Pfalztram“ werden die Planungen eingeleitet. Die Vorderpfalz soll auf drei neuen Strecken per Straßenbahn erschlossen werden, damit der ÖPNV im Alltag hochattraktiv und noch umweltfreundlicher wird (https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/ludwigshafen/pfalztram-projektstart-100.html)

Ministerin Eder verweist dabei auf das erfolgreiche Projekt „Mainzelbahn“. Unter diesem Titel wurde in Mainz bundesweit zum ersten Mal eine längere Tramstrecke, 10 Kilometer zur Trabantenstadt Lerchenberg, wieder neu gebaut. Viel mehr Menschen fahren dort jetzt Bahn als vorher mit dem Bus. Die Nutzungszahlen sind deutlich höher als vorher prognostiziert (und als bei den Berechnungen zur Förderung angenommen wurde). 

In Ludwigshafen begrüßt der VCD, dass das Land und der Zweckverband ÖPNV RLP Süd zusammen mit den Verkehrsverbünden aktiv werden und Geld in die Hand nehmen – Mittel, die die Stadt Ludwigshafen, die in den nächsten Jahren hunderte von Millionen Euro für den Straßenausbau aufwenden will , selbst nicht hat (vgl. https://rlp.vcd.org/startseite/detail/verkehrswende-rueckwaerts-in-ludwigshafen). Der VCD erwartet aber beim anstehenden Beteiligungsverfahren noch zahlreiche Detailverbesserungen, um die Attraktivität der Tram für viele Menschen weiter zu erhöhen.

 

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news-20081 Mon, 08 Dec 2025 12:51:48 +0100 Bundesweit über 3.000 Gefahrenstellen durch Gehwegparken gemeldet /startseite/detail/bundesweit-ueber-3000-gefahrenstellen-durch-gehwegparken-gemeldet Der Beitrag in der Landesschau beginnt ab Minute 14:08 : https://www.ardmediathek.de/video/swr-aktuell-rheinland-pfalz/sendung-19-30-uhr-vom-5-12-2025/swr-rp/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIyODUwMjY

Und hier der Radiobeitrag: https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/mainz/zugeparkte-gehewege-in-bingen-behindern-rollstuhlfahrer-100.html

Die bundesweit über 3.000 Einträge bei der Aktion zeigten, wie verbreitet das Problem der zugeparkten Gehwege sei, sagt Michael Müller-Görnert, der verkehrspolitische Sprecher des Verbands. Er fordert die Kommunen zum Handeln auf: „Sie dürfen nicht zulassen, dass parkende Autos Gehwege so stark verengen, dass man insbesondere im Rollstuhl, mit Rollator oder Kinderwagen auf die Straße ausweichen muss.“ 
Die große Beteiligung zeigt deutlich: Gehwegparken ist bundesweit ein Problem, das die Kommunen endlich angehen müssen. 

Dabei sind die Vorgaben des Straßenverkehrsrechts eindeutig: Auf Gehwegen darf nur geparkt werden, wenn der behinderungsfreie Begegnungsverkehr für alle gewährleistet ist. In den gemeldeten Fällen war dies jedoch nur selten der Fall.

Der VCD wird die Meldungen jetzt im Detail auswerten und die zuständigen Kommunen auffordern, die Situation vor Ort zu überprüfen und bestehende Gefahrenstellen zu beseitigen. „Es kann nicht sein, dass Städte Gehwegparken noch immer dulden und damit die Belange des Fußverkehrs ignorieren“, kritisiert Müller-Görnert. „Gehwege sind für Menschen da – nicht für Autos“.  

(VCD Pressemitteilung / CB)

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news-20006 Wed, 03 Dec 2025 08:52:12 +0100 Über viele Brücken musst du GEHEN, oder mit dem Fahrrad davor STEHEN /startseite/detail/ueber-viele-bruecken-musst-du-gehen-oder-mit-dem-fahrrad-davor-stehen Im Radnetz Rheinland-Pfalz fehlt es überall an erträglich im Alltag zu befahrenden Straßen und Wegen. Besonders drastisch ist oft die Situation aber in Bezug auf Brücken: Brücken sind teuer, breitere Brücken nochmals teurer. Da wird der Radverkehr gern ignoriert. Das steht im krassen Gegensatz zu den Leitlinien, die im Nationalen Radverkehrsplan des Bundes oder dem Radverkehrsentwicklungsplan des Landes für die Alltags- und Tourismusmobilität postuliert werden.

Der VCD ruft auf: Dokumentiert gravierende Brückensituationen, an denen ein sicherer Radverkehr faktisch nicht möglich ist oder vielleicht gleich der Radverkehr untersagt wurde. Wir bereiten eine breite Doku vor. Schickt uns eure Fotos mit einer kurzen Beschreibung gerne an rlp@vcd.org

Wir fordern: Statt dem Autoverkehr immer wieder durch aufwändige Straßenbauten Engstellen wegschaffen zu wollen, damit sich der Verkehr an der nächsten Stelle staut, soll das Land die Mittel in die zahlreichen No-Drive-Stellen für den Radverkehr stecken.

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news-19991 Sun, 30 Nov 2025 12:57:00 +0100 Pfalztram vom Papier auf die Schiene bringen - VCD fordert Tempo beim Ausbau /startseite/detail/pfalztram-vom-papier-auf-die-schiene-bringen-vcd-fordert-tempo-beim-ausbau Aus Sicht des VCD ist dies ein wichtiger Schritt, denn Straßenbahnen sind leistungsfähig, attraktiv für Fahrgäste und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Verkehrswende. Die Pfalztram kann Emissionen reduzieren und die Lebensqualität in der Region deutlich verbessern. Sie kann damit ein wichtiger Baustein in einer Verkehrswende sein. Deshalb fordert der VCD, den Ausbau des ÖPNV konsequent und mit höherem Tempo voranzutreiben.

Die Erfahrungen mit aktuellen Projekten der RNV in Ludwigshafen zeigen, wie wichtig dies ist. Die Sanierung der Straßenbahnlinie 10 in Friesenheim und Hemshof hätte längst abgeschlossen sein sollen, bevor der Abriss der Hochstraße Nord beginnt. Zwischen Grundsatzbeschluss und Baubeginn des ersten Abschnitts lagen jedoch 14 Jahre, und für den zweiten Bauabschnitt gibt es bisher keinen Starttermin.

Angesichts des Klimaschutzes, des erwarteten Bevölkerungswachstums und der maroden Rheinbrücken ist ein schnelleres Vorgehen unerlässlich, um einen drohenden Verkehrskollaps zu verhindern und den Verkehrssektor in der Region CO2-neutral zu gestalten. 

Der VCD Ludwigshafen-Vorderpfalz wird das Projekt konstruktiv begleiten und setzt sich für eine schnelle, transparente und bürgernahe Umsetzung ein.

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news-19961 Thu, 27 Nov 2025 10:37:06 +0100 "Meine wichtigsten Anliegen sind eine zuverlässige Bahn, sicheres Radfahren und ein guter ÖPNV" /startseite/detail/meine-wichtigsten-anliegen-sind-eine-zuverlaessige-bahn-sicheres-radfahren-und-ein-guter-oepnv Christiane Rohleder war bis zum Regierungswechsel Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und hat sich dort für Klimaschutz im Verkehr eingesetzt – unter anderem war sie an den EU-Regelungen zum Verbrenner-Aus beteiligt. Aufgewachsen in St. Ingbert (Saarland), war sie von 2016-2021 im Ministerium für Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz tätig. Dort hat sie sich bereits u.a. für mehr Fahrgastrechte bei der Bahn stark gemacht.

Wir haben mit ihr ein kurzes schriftliches Interview geführt und einige rheinland-pfälzische Verkehrsthemen angerissen. Ein kleiner persönlicher Rückblick auf ihre Station in Rheinland-Pfalz ist natürlich auch mit dabei. 

VCD RLP: Rheinland-Pfalz hat das Konzept der „Pendlerradrouten“ erfunden. Es bezeichnet Ausbaustrecken für Radverbindungen, die das Radfahren auch im Alltag ggfs. über Ortsgrenzen hinaus gestatten - mit Wegweisungen, brauchbarem Bodenbelag, akzeptabler Breite (3m), sicherer Querung von anderen Straßen. Könnte das Konzept angesichts der Probleme bei der Umsetzung der Radschnellwege in NRW und anderswo (Norm >= 4m breit) vielleicht zwar wenig anspruchsvoll, aber doch vernünftig, da leichter umsetzbar, sein? 

Christiane Rohleder: Ich denke, dass die 4 m Norm durchaus sinnvoll sind, da es sonst mit Gegenverkehr teilweise schon schwierig wird. Aber natürlich ist ein 3m Radweg mit gutem Untergrund viel besser als gar kein Radweg. Ich bin hier pragmatisch und begrüße erstmal jede Verbesserung, die Radfahren einfacher und sicherer macht. Wenn ein Weg aber erstmal gebaut ist, dann wird man ihn nicht so schnell nochmal anpassen und verbreitern. Insofern ist es durchaus sinnvoll, wo immer es möglich ist, Radwege direkt 4 m breit zu bauen.
 

VCD RLP: Das Thema Schienengüterverkehr im Mittelrheintal ist komplex. Alternative Routen werden diskutiert, sind aber weit entfernt von einer Umsetzung. Ein großes Versäumnis ist bspw., dass die Eifelstrecke aus finanziellen Gründen nach den Hochwasserschäden 2021 nur eingleisig wiederaufgebaut wird. Wirkliche Entlastung für das Mittelrheintal ist eher nicht in Sicht. Uns würde daher interessieren, welche Erwartungen der VCD an den Bund hat, um die Lärmbelastung im Schienengüterverkehr generell zu reduzieren und trotzdem einen leistungsfähigen Güterverkehr sicherzustellen? 

Christiane Rohleder: Das Umweltbundesamt hat im letzten Jahr eine umfassende Strategie für einen „Umweltschonenden Güterverkehr" veröffentlicht. Fakt ist, dass Gütertransporte auf der Schiene deutlich klimaschonender sind als über die Straße. Im Vergleich zum LKW sind die klimaschädlichen Emissionen bei der Bahn im Schnitt viermal geringer. Gleichzeitig können Gütertransporte aber eine erhebliche Lärmbelästigung darstellen. Das zeigt sich im Mittelrheintal ganz besonders. Ich erinnere mich selbst an Übernachtungen dort, bei denen Schlaf bei offenem Fenster nicht gut möglich gewesen wäre. Zentral ist aus Sicht des VCD, den Lärm an Schienen so stark wie möglich zu begrenzen. Und hier ist noch deutlich Luft nach oben. Wir erwarten vom Bund hierzu verbindliche Vorgaben bei der Einführung von lärmmindernden Bremsen und Drehgestellen und eine deutliche Ausweitung der Investitionen beim Lärmschutz an den Bestandsstrecken. Das würde das Problem auch unabhängig von möglichen Trassenänderungen oder Neubauten schon deutlich entschärfen. 

 

VCD RLP: Der “Lückenschluss” der A1 zwischen Kelberg und Blankenheim rückt näher. Die rheinland-pfälzische Verkehrsministerin Schmidt unterstützt das Vorhaben und fordert, dass „der Bund und Bundesverkehrsminister Schnieder jetzt sicherstellen, dass die Finanzierung vollständig abgesichert“ wird. 
Wie bewertest du den fortwährenden Autobahn- und Straßenneubau in Deutschland (die A1 ist ja nur ein Beispiel unter vielen)? Wie kann Verkehrsplanung mit Fokus auf Klimaschutz und nachhaltige Mobilität endlich zur landes- und bundespolitischen Priorität werden?
 (Auch ein Bau der Mittelrheinbrücke im Unesco-Weltkulturerbe „Oberes Mittelrheintal“ wird pünktlich zur Landtagswahl 2026 wieder diskutiert..)

Christiane Rohleder: Dass der Bund 3 Milliarden für neue Straßen investiert anstatt in die klimafreundliche Schiene ist das völlig falsche Signal. Ich halte es für grundfalsch, viel Geld in neue Straßen zu stecken, mit denen die Natur weiter zerstört und zerschnitten wird und so das Artensterben weiter befeuert wird, während die vorhandene Infrastruktur zu verrotten droht. Das vernichtet Zukunft anstatt die Zukunft positiv zu gestalten. Das Prinzip Erhalt vor Neubau ist zentral, um Mittel zielgerichtet einzusetzen. Es nutzt auch Autofahrenden nichts, wenn sie auf einer verbreiterten Autobahn Gas geben können, dann aber wegen einer gesperrten Brücke einen riesigen Umweg fahren müssen. Bund, Länder und Kommunen müssen in allen Bereichen dringend umsteuern und die Mittel gezielt dorthin lenken, wo sie das Klima und die Natur schützen und so eine echte Investition in die Zukunft darstellen.


VCD RLP: Welche Schwerpunkte planst du für den VCD zu setzen? Welche Themen liegen dir persönlich besonders am Herzen?

Christiane Rohleder: Meine wichtigsten Anliegen sind eine zuverlässige Bahn, sicheres Radfahren und ein guter ÖPNV. Die Bahn muss wieder zuverlässig werden. Dazu braucht es an allererster Stelle mehr Geld und vor allem den zuverlässigen Geldfluss. Wenn Züge nicht ordentlich gewartet werden, ist klar, dass sie häufig unterwegs Probleme bekommen. Hier braucht es ausreichende Mittel und diese müssen auch zuverlässig fließen. Wenn eingeplante Mittel plötzlich in Frage gestellt werden wie neulich bei den Trassenpreisen, ist das Gift für eine zuverlässige Bahn. Auch die Information der Fahrgäste muss deutlich besser werden. Persönlich besonders wichtig ist mir, dass Radfahren sicher wird. Ich bin fast täglich mit dem Rad unterwegs und erlebe häufig wie gefährlich es ist, an parkenden Autos vorbeizufahren oder auf die Fahrbahn auszuweichen, wenn der Radweg zugeparkt ist. Hier braucht es ausreichend geschützte Radwege. Und auch ein gut ausgebauter ÖPNV ist essentiell für die Verkehrswende. Nur wenn es für alle gute Alternativen gibt, werden Leute ihr Auto abschaffen oder jedenfalls öfter mal stehenlassen. 


VCD RLP: Was hast du aus Rheinland-Pfalz mitgenommen? Sowohl im wörtlichen als auch im metaphorischen Sinne des Wortes?

Christiane Rohleder: Ich habe aus Rheinland-Pfalz viele schöne Erinnerungen und gute Laune mitgenommen und einfach eine sehr angenehme Art des Umgangs miteinander. Das bringe ich gern auch wieder an anderen Orten ein. Im wörtlichen Sinn habe ich einen Schutzengel mitgenommen, den ich zum Abschied geschenkt bekommen habe. 


VCD RLP: Hast du einen Ausflugstipp in Rheinland-Pfalz, der gut per ÖPNV erreichbar ist? Wo hat es dir in unserem Bundesland am besten gefallen?

Christiane Rohleder: Leider hatte ich viel zu wenig Zeit für Wanderungen oder Radtouren in Rheinland-Pfalz. Ich wäre sehr gern mal im Pfälzer Wald oder im Hunsrück-Nationalpark wandern gegangen und das steht auch immer noch auf meiner Liste, aber leider bin ich noch nicht dazugekommen. Gut gefallen hatte es mir im Soonwald, aber ehrlich gesagt weiß ich nicht mehr, wie ich da hingekommen bin. 


Liebe Christiane, wir danken dir für deine Zeit und wünschen dir viel Kraft, Motivation und Durchsetzungsvermögen für deine Arbeit als Bundesvorsitzende.
 

 

 

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