Landesverband Rheinland-Pfalz

Priorisierung der Sanierung der linken Rheinstrecke erforderlich für eine erfolgreiche BUGA29

Gemeinsame Pressemitteilung des VCD Landesverbands Rheinland-Pfalz sowie der Kreisverbände Mittelrhein und Rheinhessen

Die BUGA29 darf nicht beeinträchtigt, oder wie schon Stimmen fordern, mit hohem Aufwand verschoben werden, weil die Korridorsanierung der Bahnstrecke möglicherweise ausfällt. Der ökologische Verkehrsclub (VCD) fordert die Bundesregierung und die Deutsche Bahn stattdessen auf, die geplante Korridorsanierung der Bahnstrecke "Linker Rhein" zeitnah und vollumfänglich umzusetzen. Unter anderem auf den barrierefreien Zugang beidseitig des Rheins zwischen Bingen, Rüdesheim und Koblenz kann und darf nicht verzichtet werden.

Ein Stopp der angelaufenen Sanierungsplanung würde dazu führen, dass sich der schleichende Qualitätsabbau der Bahninfrastruktur fortsetzt und den Besucher:innen der im Jahre 2029 stattfindenden BUGA im Mittelrheintal erhebliche Schwierigkeiten nicht nur bei der An-/Abreise bescheren. „Wie wir uns vor Ort angeschaut haben, kann derzeit von Barrierefreiheit an vielen Bahnhöfen im Mittelrheintal nicht im Mindesten die Rede sein. Außerdem ist zu befürchten, dass die Qualität der Stationen hinsichtlich Verpflegungsmöglichkeiten, sanitären Anlagen und wetterentsprechenden Unterstellmöglichkeiten BUGA-Gästen den Besuch verleiden wird“, erläutert Dr. Rupert Röder, VCD-Vorsitzender. 

Gerade im Blick auf einen reibungslosen Zugverkehr bei der Bundesgartenschau hält es der VCD auch für unerlässlich, dass Gleise und Weichen, die vielerorts vor über 20 Jahren aus kurzsichtigen Kostenersparnisgründen ausgebaut wurden, wieder eingerichtet werden, damit die steigenden Zugzahlen flexibel und zuverlässig bewältigt werden können. „Die hoch nachgefragte Strecke zwischen Mainz/Bingen und Koblenz ist die Hauptader von Rheinland-Pfalz in den Westen und Norden der Republik und bedarf dringend der Pflege“, betont Röder. Die vernachlässigten Sanierungen der letzten Jahre führen bereits heute im Personen- und Güterverkehr zu vielen Verspätungen und Unzuverlässigkeiten. Das lässt mit Blick auf eine BUGA29 nichts Gutes erwarten. 

Die Menschen am Mittelrhein und die Durchreisenden erhoffen sich, dass nach der Korridorsanierung wieder ein regulärer Zugbetrieb auf der Strecke einkehren kann. Ein Abbruch der Bau- und Durchführungsplanungen ließe alle, die ICE-, IC-, RE- oder RB-Züge nutzen, den Kopf schütteln. „Es ist nicht nachvollziehbar, dass mit Milliarden Euro der Absatz klimaschädlicher Kraftstoffe per Gießkanne gefördert wird, aber Maßnahmen, die für den Regelbetrieb und eine erfolgreiche klimaorientierte Verkehrswende notwendig sind, hintangestellt werden“, kritisiert Peter Ritter, Vorsitzender des VCD Mittelrhein. Ohne eine Sanierung der Mittelrheinstrecke können dann auch nicht die weiteren erforderlichen Sanierungs- und Ausbaumaßnahmen umgesetzt werden, so bei maroden Brückenbauten und der anforderungsgerechten Modernisierung des Koblenzer Hauptbahnhofs.

Der VCD Landesverband Rheinland-Pfalz sowie die Kreisverbände Mittelrhein und Rheinhessen appellieren an den Bund und die Bahn, alles zu tun, um die zentralen Bahnstrecken und insbesondere die linke Rheinstrecke zu sanieren und fit für die Zukunft zu machen. „Von der Regierung in Rheinland-Pfalz erwarten wir, die Situation, die die elementar wichtigen Nord-Süd-Verbindungen der Republik betrifft und eben auch die Bundesgartenschau, mit Nachdruck darzustellen“, wendet sich Röder auch an die Vertreter des Landes.

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