Ludwigshafen-Vorderpfalz
Ludwigshafen-Vorderpfalz
Als Ersatz für den vorrübergehenden Rückbau des Radwegs in der Heinigstraße strebt die Stadt eine Verbesserung der Situation für Radverkehr in der Berliner Straße an. Einige der Maßnahmen dort verschlechtern die Situation eher.
Der VCD Kreisverband Ludwigshafen-Vorderpfalz begrüßt zwar die jüngsten Maßnahmen der Stadtverwaltung zur Verbesserung des Radverkehrs in der Berliner Straße, insbesondere die Installation von Randsteinen zur Verhinderung des Parkens auf Radwegen. Allerdings zeigt sich der Verein enttäuscht über die unzureichende Umsetzung, insbesondere im Abschnitt zwischen Wörthstraße und Dammstraße.
„Es ist unverständlich, dass nach den schlechten Erfahrungen vor Jahren in der Wredestraße, wo Radwegabgrenzungen ausprobiert wurden und es zu schweren Stürzen kam, nun ein nur 120 cm breiter Radstreifen mit Randsteinen versehen wird“, kritisiert Diethelm Messinger, stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbandes. "Die gefederten Warnbarken können Stürze nicht verhindern, wenn Radfahrende mit den Pedalen an den Randsteinen hängen bleiben. Außerdem entspricht die Breite bei weitem nicht den Mindestanforderungen der gültigen technischen Regelwerke ERA 2010 und RASt06. Wir fragen uns, warum diese ignoriert werden, obwohl ausreichend Platz vorhanden ist."
Helmut Bucholz, Vorsitzender des Kreisverbandes, ergänzt: „Problematisch ist der schlechte Zustand der Radstreifen-Oberflächen auf beiden Straßenseiten zwischen Wredestraße und Dammstraße. Schlaglöcher und Unebenheiten erhöhen die Unfallgefahr zusätzlich. Hier muss die Stadt dringend nachbessern, um die Sicherheit der Radfahrenden vor allem bei Dunkelheit zu gewährleisten.“
Der VCD fordert eine Verbreiterung des Radstreifens auf mindestens 160 cm. Zudem müssen die Randsteine insbesondere an den Enden einer Steinreihe besser im Boden verankert werden, da bereits die ersten Steine durch parkende Autos aus dem Boden gerissen wurden. „Die Stadt hat bei der Fertigstellung der Maßnahmen im Februar 2026 die Chance, mit geringem Aufwand die Sicherheit und Attraktivität des Radverkehrs in der Berliner Straße zu verbessern. Diese Chance darf sie nicht vertun", so Messinger.
Langfristiges Ziel muss es sein, die komplette Berliner Straße in eine verkehrsberuhigte Fahrradstraße zu verwandeln, auf der man eine sichere und angenehme Verbindung zwischen den Stadtteilen Nord und Süd schaffen kann.