Lastenrad, Ludwigshafen-Vorderpfalz
Ludwigshafen-Vorderpfalz

PedeLUc - mit dem Pedelec zur Arbeit

Um mehr Pendler zum Umstieg auf das Fahrrad zu bewegen, haben die Stadt Ludwigshafen und der VCD Ludwigshafen das Projekt „PedeLUc“ gestartet.

Vom Auto oder Motorrad aufs Fahrrad umsteigen, fällt vielen Arbeitnehmenden schwer. Um das Pendeln mit dem Rad attraktiver zu machen und vor einem möglichen Kauf ausgiebig zu testen, können Betriebe aus Ludwigshafen mit Hilfe des Projekts PedeLUc ihren Mitarbeitenden für vier Wochen kostenlos Pedelecs zur Verfügung stellen. Die Idee gehe auf einen Versuch der Hochschule Heilbronn aus dem Jahr 2022 zurück, erklärt Diethelm Messinger, stellvertretender Vorsitzender des Kreisverbandes Ludwigshafen-Vorderpfalz. Bei der Mobilitätsstudie sei den Teilnehmern angeboten worden, vier Wochen lang kostenlos ein Pedelec zu nutzen. Das Ergebnis: „Rund die Hälfte der Teilnehmenden wollte dauerhaft mit dem Pedelec zur Arbeit pendeln.“ Das war der Impuls für „PedeLUc“.

Förderung durch Investitionsprogramm

Das Projekt wird durch das Kommunale Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation des Landes gefördert. Mit der Unterstützung hat die Stadt acht Pedelecs sowie Zubehör im Wert von 31.000 Euro angeschafft. Der VCD kümmere sich um den Verleih und die Instandhaltung der Räder. Außerdem wird das passende Zubehör wie Helm, Regenponcho oder Fahrradtasche mitverliehen.  
Zwar brauche es neben den Pecelecs dringend eine gut ausgebaute Radinfrastruktur, doch müsse man die Menschen gleichzeitig davon überzeugen, das Rad zu nutzen, so Messinger. Außerdem sei das Pendeln mit dem Pedelec „eine Win-Win-Win-Situation“: Man tue etwas für die Umwelt, bewege sich und komme dabei auch noch zur Arbeit und zurück.

Das Projekt ist zunächst auf drei Jahre angesetzt, es könne bei entsprechender Nachfrage auch verlängert werden. Teilnehmen können alle Betriebe mit Sitz in Ludwigshafen, die Mitarbeitende müssen jedoch nicht im Stadtgebiet wohnen. Wer ein Rad leiht, kann es auch privat nutzen, so die Verantwortlichen. Es mit in den Urlaub zu nehmen, ist jedoch nicht gestattet. Nach Abschluss des Projekts gehen die Räder zurück an die Stadt.

Hintergrund

Laut Statistischem Bundesamt nutzen 2020 nur 10% der Erwerbstätigen das Fahrrad für den Arbeitsweg, 68% fuhren mit dem Auto. 48% der Arbeitswege (einfache Strecke) sind kürzer als 10 km. Wer täglich 10 km statt mit dem Rad mit dem Auto pendelt, spart jährlich rund 600 kg CO2 nach Berechnungen des Umweltbundesamt. Regelmäßiges Radfahren zur Arbeit ist nicht nur gut für Klima und Umwelt, sondern auch positiv für die Gesundheit, wie unter anderem eine großen britischen Langzeitstudie zeigt. Im Vergleich zu Pendler*innen mit dem Auto war die Sterblichkeitsrate um 20% reduziert, insbesondere durch weniger Kreislauf- und Krebserkrankungen.

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