Pressemitteilung
Rheinhessen

Auch die Arbeitgeber sind gefordert: Systemausfälle für viele Monate im Bahnverkehr rings um Mainz

Die DB InfraGO hat eine Liste des Schreckens für den Alltagsverkehr für zehntausende von Menschen in der Region Mainz veröffentlicht.

Weil die sicherlich notwendige Sanierung und Modernisierung der Infrastruktur angepackt wird, kündigt der Bahnnetzbetreiber für die nächsten Monate diverse Maßnahmen an:

• Bauteams erneuern ab Dezember eine Vielzahl von Gleisen, Weichen, Oberleitungen und Technik

• Zeitlich versetzte Bauschwerpunkte auf Strecken von Mainz in Richtung Frankfurt, Groß-Gerau, an den Mittelrhein und nach Wiesbaden

• Planung der Verkehre mit Eisenbahnen und Aufgabenträgern für bestmögliches Angebot

Zeitweise entfallen dadurch die S-Bahnen nach Frankfurt, die Regionalbahnen nach Darmstadt, die RE nach Bingen, die Regionalzüge Richtung Alzey. Bzw. statt der Züge fährt auf der Teilstrecke ein Schienenersatzverkehr (SEV), sprich Busse, vermutlich mit den üblichen Einschränkungen: kein Einhalten des Fahrplans, erschwerte Mitnahme von Kinderwägen, kaum Barrierefreiheit, keine Fahrradmitnahme.

Die Bahn selbst schreibt: “Wir wissen, dass wir Pendlerinnen und Pendlern dabei in den nächsten Monaten viel abverlangen“. Der VCD fordert statt einer schlichten Ansage:

• Wirklich frühzeitige Information und Einstellen in die Routenplaner, damit Fahrten in andere Zeiträume verschoben werden können.

• Bessere Organisation von Schienenersatzverkehren, mit Berücksichtigung im Routenplaner, klarer Ausschilderung und Herstellung von Barrierefreiheit

Die Arbeitgeber der Region sind gefordert, sich an Coronazeiten zu erinnern und mobiles Arbeiten und Homeoffice verstärkt möglich zu machen, damit die Beschäftigten nicht an überfüllten Schienenersatzverkehren scheitern, aufs Auto umsteigen und Umwelt und Nerven auf den Autobahnen ruinieren.
 

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