Bahn & Bus, Pressemitteilung
Landesverband Rheinland-Pfalz

5. VCD -Wortwechsel: „ÖPNV für alle ermöglichen und attraktiv machen!“

Thema der diesjährigen verkehrspolitischen Podiumsdiskussion des Landesverbandes des ökologischen

Verkehrsclubs am 10. März sind die sozialen, betriebswirtschaftlichen und ökologischen Anforderungen an einen zukunftsfähigen ÖPNV.

Hierbei geht es neben der Finanzierbarkeit für alle Bevölkerungsgruppen besonders auch um die Attraktivität des ÖPNVs für potentielle Umsteiger. Einsicht in die Klimaprobleme oder Umweltbewusstsein allein reichen bei vielen Autofahrern nicht aus,um auf das eigene Fahrzeug zu verzichten. Trotz Dieselskandals und der notwendigen dramatischen Reduzierung der CO2-Emission des Verkehrs verbessert der ÖPNV seinen Anteil am Verkehrsmix im Vergleich zum Privatauto nicht wesentlich.

Wir fragen nach bei Verkehrsexperten: Wie können die Verkehrsbetriebe das Fahren mit Bus, Bahn und Regionalzug so attraktiv gestalten, dass Autofahrer vermehrt auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen?Welche Schritte sind erforderlich, um eine Verkehrswende einzuleiten und den Ausstoß klima- und gesundheitsschädigender Abgase zu reduzieren?

ÖPNV für alle ermöglichen, das schließt auch ein Angebot für Leute mit wenig Geld und Mobilitätseinschränkungen ein. Tatsache ist, dass beispielsweise Hartz-IV- Empfänger vielerorts einen weit niedrigeren Betrag für den Kauf von Fahrkarten zugesprochen bekommen, als ein Monatsticket für den lokalen ÖPNV kostet. Dadurch werden sie, trotz gegenteiligen verfassungsgemäßen Anrechts, je nach Wohnlage faktisch weitgehend von der Teilhabe am öffentlichen Leben ausgeschlossen. Bei Einführung eines Sozialtickets würden die Betroffenen für einen an ihre Hartz-IV- Ansprüche angepassten Beitrag eine Monatskarte erhalten.Oder aber der Satz für Mobilität müsste entsprechend erhöht werden. Das hört sich sinnvoll und richtig an – wirft jedoch neue Fragen auf, denn, wer trägt hierfür die Kosten?

Wie lässt sich das vereinbaren?Der 5. VCD-Wortwechsel findet statt am Samstag, 10. März. Beginn ist um 14:30 Uhr in der Landeszentrale für politische Bildung (Am Kronberger Hof 6) in Mainz. Auf dem Podium diskutieren Susanne Schweikert (Bündnis für Sozialticket), Jochen Erlhof (Verkehrsbetriebe Mainz), Fritz Engbarth (ZSPNV Süd) und Ingrid Ahrens (VCD Bundesverband).

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