Rheinland-Pfalz

Mobilitätsmanagement für Arbeits- und Bildungsstätten

Diskussionsveranstaltung im Rahmen des „Zukunftsfests“ in Mainz

Mobilitätsmanagement unterstützt und fördert eine zukunftsfähige Mobilität der Beschäftigten. Dies ist ein zentraler Hebel um den Pendelverkehr vom Auto wegzubringen und die Verkehrswende real werden zu lassen.

 

Ein nachhaltiges Mobilitätsmanagement zielt darauf, das Potential für die Verkehrs- und Klimaschutzwende zu heben, das in der Gestaltung der täglichen Pendel-Wege zu den Arbeits- und Bildungsstätten liegt (vgl. auch https://rlp.vcd.org/startseite/detail/betriebliches-mobilitaetsmanagement-schluessel-fuer-die-verkehrswende). Für viele Menschen beträgt die Arbeitsweglänge weniger als 10km.

In diesem Entfernungsbereich lässt sich die Fahrt mit den Auto gut durch die Fahrt mit Rad oder Pedelec ersetzen, sofern eine angemessene Infrastruktur für das Zweirad existiert. Aktive Mobilität, zu Fuß gehen oder mit dem Rad fahren, dient dabei der eigenen Gesundheit und hilft darüber hinaus beim Arbeiten und Lernen. Bei längeren Strecken können sich Fußweg oder die Nutzung des Rads mit Bahn- und Busverbindungen auch zu einem „intermodalen“ Weg verknüpfen, so dass sich das Auto für sehr viele Menschen auf ihren Pendelwegen erübrigt.

In der Hochschule Rhein-Main in Wiesbaden wurde 2017 der bundesweit erste Studiengang „Mobilitätsmanagement“ eingerichtet. Die Studierenden erfahren in ihm, wie zukunftsfähige Mobilität gestaltet und wie sie Betrieben und Ausbildungsstätten und den dort Arbeitenden und Lernenden nahegebracht werden kann. Auf dem Podium am 1.6. hat Maximilian Birk, zuletzt Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Hochschule Rhein-Main, zur Zeit Mobilitätsmanager in Frankfurt für die EM. einen motivierenden Einblick in die Durchführung von Projekten gegeben. Arbeitgeber können vieles tun, um den Umstieg auf aktive Mobilität zu fördern.

Dabei hat auch der Part des zukunftsfähigen Verkehrs, den der ÖPNV trägt, seit einem Jahr durch das D-Ticket einen enormen Schub erhalten. Das überall gültige Nahverkehrsticket erlaubt nicht nur die sehr einfache und kostengünstige Nutzung von Bussen und Bahnen, sondern beseitigt auch die Zersplitterung der Tarife gemäß von für die Nutzenden willkürlichen „Zonen“, „Bezirke“ und „Waben“. Für das betriebliche Mobilitätsmanagement existiert im Rahmen des D-Tickets sogar ein spezielles Angebot, mit dem Arbeitgeber den Beschäftigten ein für sie und für den Betrieb günstiges D-Ticket zugänglich machen können. Christian Hoffmann, Abteilungsleiter Kunde und Öffentlichkeit bei den Mainzer Verkehrsbetrieben, hat auf dem Podium für die Nutzung geworben, Details s. https://www.mainzer-mobilitaet.de/firmen/d-jobticket.

Nach den Inputs aus dem Podium entspann sich noch eine lebhafte Diskussion. Sie drehte sich vor allem um die Frage drehte, wie wir zu einer Verkehrsinfrastruktur kommen, die nochmal deutlich besser als die gegenwärtige zum Radfahren einlädt. Diee Frage ist und bleibt eines der Kernthemen des VCD – und bietet Stoff für weitere Podien und Diskussionsrunden.

(RR)

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