Rheinland-Pfalz

Landesverband Rheinland-Pfalz

Tag gegen den Lärm: Lärmminderung innerorts dank Tempolimit

Lärm stört und macht krank. Trotz aller Aufrufe und Kampagnen veränderte sich die Statistik in den letzten zwanzig Jahren kaum: Die Straße, genauer, der Straßenverkehr, ist weiterhin der Lärmverursacher Nummer Eins.

 

Die Auswirkungen sind vielfältig: Lärm schädigt das Hörorgan, verringert das Lernvermögen und stört die Konzentration. Das gilt ganz besonders für Kinder. Außerdem erhöht Verkehrslärm im Körper die Ausschüttung von Stresshormonen und führt dadurch zu einem signifikant höheren Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfälle und Herzinfarkte sowie psychische Erkrankungen wie Depressionen. Dies belegt eine Studie des Instituts für Arbeits- und Sozialmedizin der TU Dresden. Das Fazit: verkehrslärmbedingte Krankheitslast ließe sich um ca. 25% reduzieren, wenn der durchschnittliche Straßenverkehrslärm um 3dB verringert würde.[1]

„Diese Lärmminderung ist mit einem einfachen Mittel, nämlich durch eine Geschwindigkeitsverminderung von 50 km/h auf 30 km/h innerorts zu erreichen“, so Dr. Rupert Röder, Vorsitzender des VCD Landesverbands. Ganz „nebenbei“ würde auch die Sicherheit, insbesondere für Kinder, erhöht.

Obwohl die Auswirkungen des Verkehrslärms längst bekannt sind, setzt die Politik immer noch einseitig auf passiven Lärmschutz, ohne die Ursachen des Verkehrslärms zu bekämpfen. „Damit die Lärmbelastung spürbar sinkt, brauchen wir jedoch zwingend eine verstärkte Umsetzung nichttechnischer Maßnahmen, plus ambitionierte politische Rahmenbedingungen“, so der Vorsitzende des VCD Landesverband.

 


[1]

Studie "Einfluss von Lärm auf psychische Erkrankungen des Menschen", voraussichtliche Veröffentlichung Juni / Juli 2022. Erste Ergebnisse nachzuhören in einem Beitrag des Deutschlandfunks: www.deutschlandfunk.de/uba-untersuchung-ueber-auswirkung-von-laerm-auf-die-psyche-dlf-87cc8212-100.html

zurück