Rheinland-Pfalz

Auto & Straße, Fußverkehr, Radverkehr, Verkehrssicherheit, Pressemitteilung
Mittelrhein

Verkehr in Koblenz

Eine positive Änderung in der Verkehrssituation ist die Eröffnung des Haltepunkts Stadtmitte. Hier

sind weitere Haltepunkte vonnöten. Die Festung Ehrenbreitstein ist seit der BuGa mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar.

Sonst gibt es sehr viele Unzulänglichkeiten beim Verkehr in Koblenz.

Vor kurzem ist Koblenz beim Fahrradklimatest des ADFC weit hinten gelandet (Gesamtnote 4-). Das hat seine guten Gründe. Ein Schlüsselkriterium ist die Behandlung des Fahrradverkehrs an Baustellen. Da war kürzlich die Baustelle an der Balduinbrücke, wo man die Radfahrer zum Schieben zwang, damit die Autos nicht behindert wurden. Jetzt besteht eine Baustelle in der Rizzastraße, die den Fuß- und Zweirichtungsradweg versperrt. Dazu wurde eine enge unübersichtliche Umfahrung auf der Fahrbahn eingerichtet, statt einen ganzen Fahrbahnstreifen zu reservieren. Offensichtlich sind die Planungen nicht zunächst über den Schreibtisch des Radverkehrsbeauftragten gegangen; eine massive Macke in der Geschäftsordnung der Verwaltung. Die Weigerung der Stadt, wenn schon nicht weithin Tempo 30 einzuführen, dann wenigstens die Grünen Wellen darauf auszurichten, verursacht für Radfahrer eine Rote Welle, z.B. von der Balduinbrücke bis vor den Hauptbahnhof. Leichtigkeit des Verkehrs ist in Koblenz immer die Leichtigkeit des Autoverkehrs.

Auch Fußgänger interessieren die Stadt nicht. Große Kreuzungen können nur von schnellen Fußgängern in einem Zug überquert werden. Ein Alleinstellungsmerkmal von Koblenz besteht darin, dass an vielen Kreuzungen nicht alle möglichen Übergänge für Fußgänger beampelt sind.

Beim ÖPNV ist der Abendverkehr erbärmlich ausgestaltet für eine Großstadt: ab zwanzig Uhr gibt es nur noch drei Fahrten pro Richtung, und die enden schon etwa um Mitternacht.

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