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Mittelrhein

VCD fordert Nachbesserungen beim Lärmaktionsplan

Der Verkehrsclub Deutschland begrüßt, dass die Stadt Koblenz endlich den seit 2005 erforderlichen Lärmaktionsplan erstellt.

"Der veröffentlichte Entwurf weist aber nach unserer Durchsicht zahlreiche Mängel und Unzulänglichkeiten auf. Diese haben wir in 23 Bemerkungen und Fragen zusammengestellt", so Dr. Rolf Bartholomae, Vorsitzender des VCD Mittelrhein. Die Zeitspanne zur Einsichtnahmezeit und zum Anfertigen einer Stellungnahme wird vom ökologischen Verkehrclub kritisiert, auf die Forderung nach einer Verlängerung wurde nicht eingegangen.

"Wir kritisieren am Lärmaktionsplan, dass eher Bedenken geäußert werden, als Chancen ergriffen werden", so Bartholomae weiter. Die angeführten Aktionen und Maßnahmen sind unvollständig und sehr allgemein gehalten. Konkrete Maßnahmen zur Lärmver­mei­dung werden z.B. gar nicht vorgeschlagen. Schienenlärm wird mit Verweis auf fehlende Zu­stän­digkeit gar nicht behandelt, obwohl die erwartete Güterverkehrszunahme eine deutliche Ver­schärfung der Lärmbelastung mit sich bringen wird.

"Von der Stadt erwarten wir eine Nachbesserung in zahlreichen Punkten, insbesondere aber in der Verzahnung der Lärmproblematik mit allen anderen Planungen, dass dieser Plan auch tatsächlich ein Aktionsplan wird und kein Schubladenfüller. Wir fordern die Stadt Koblenz auf, eine Vorbild­funktion im Bereich der Lärmminderung zu übernehmen und die Verbesserung mit höchster Prio­rität auf allen Ebenen anzugehen, denn Lärm macht krank und belastet auf Dauer die Attrak­tivi­tät einer Stadt für ihre Bewohner und Besucher" betont der VCD-Vorsitzende abschließend die große Wichtigkeit bei der Lärmbelastung.

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