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Landesverband Rheinland-Pfalz

ÖPNV: Fahrgäste zahlen oft mehr als nötig

VCD-Bürger-Befragung zu den Verkehrs­ver­bünden VRM und VRT sowie ihr ÖPNV-Nutzungsverhalten

Der Landesverband Rheinland-Pfalz des ökologischen Verkehrsclubs Deutschland (VCD) fordert von den Verkehrsverbünden und der Landesregierung RLP in Mainz mehr Engagement im ÖPNV, günstigere Verbundtarife und eine bessere Information über das Angebot und die Fahrpreise.

Der VCD hat in einer Bürger-Umfrage im März 2012 festgestellt, dass viele Fahrgäste mit einem günstigeren Fahrschein Busse und Bahnen nutzen könnten.

„Die meisten der 230 befragten Bürger fahren mit einem Einzelfahrschein, nutzen dabei aber meist nicht die zusätzlich möglichen Rabattfahrscheine wie Mobilcard, Bahncard, 4-Fahrtenticket etc…und zahlen somit mehr als sie eigentlich müßten“ fasst Dr. Helga Schmadel, VCD-Landesvorsitzende, ein wichtiges Ergebnis aus der Befragung zusammen

Neben der Senkung der Fahrscheinpreise, der Verbesserung des Bahn- und Bus-Angebotes sieht der VCD insbesondere eine bessere Information der Menschen über die günstigen Möglichkeiten der Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel im Land.

Viele Fahrgäste (2/3) fordern günstigere Fahrscheine, 1/3 fordern auch bessere Informationenen über das Angebot. Dabei fällt aber auf, dass mehr als die Hälfte (56,7%) der Einzelfahrschein-Käufer keine der zusätzlichen Rabattmöglichkeiten nutzt: So ermöglichen z.B. die Bahncard 25% und die Mobilcard 20% Rabatt auf einen Einzelfahrschein.

„Der VCD fordert von den Verbünden eine bessere Information über Angebote und Fahrpreise, sodass die Fahrgäste die günstigeren Fahrpreise auch nutzen“, so Frau Dr. Schmadel weiter.

Die Marketingmaßnahmen müssen intensiviert werden, denn laut Umfrage werden die Verkehrs­verbünde gar nicht mit der Aufgabe des ÖPNV-Marketings in Verbindung gebracht: Nur 6,3% der Befragten sehen die Marketing-Aufgabe bei den Verbünden.

Die Landesregierung und die Verbünde müssen den Fahrgast mehr in den Mittelpunkt ihrer Daseinsvorsorgepflicht „ÖPNV-Angebot“ setzen und alles dafür zu tun, die Nutzung von Bus und Bahn attraktiver zu machen. Den Menschen muss eine annehmbare Alternative zu der immer teurer werdenden individuellen Mobilität mit dem eigenen Pkw zu ermöglicht werden.

„Die Rheinland-Pfälzer würden ÖPNV häufiger nutzen, wenn sie ihn besser kennen würden und das Angebot besser und die Fahrscheine günstiger wären“, so Frau Dr. Schmadel abschließend.

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