Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz, Auto & Straße, Pressemitteilung, Luftreinhaltung
Landesverband Rheinland-Pfalz

VCD: Verkehrsminister Wissing verkauft Minimalziel als Erfolg

Das erklärte Ziel der Landesregierung, Fahrverbote für Dieselfahrzeuge zu verhindern, ist wenig nachhaltig und verkennt die fortwährende Gesundheitsgefährdung durch Stickoxidbelastung.

Der VCD begrüßt zwar die bereits getroffenen Maßnahmen in den Kommunen, wertet die Nachrüstung von Bussen mit NO2-Katalysatoren sowie technischen Maßnahmen zur Verkehrslenkung, aber lediglich als ersten Schritt mit begrenzter Wirkung. „Um die Luft in unseren Städten langfristig zu verbessern und die Pariser Klimaziele endlich klar anzusteuern, brauchen wir dringend ein Umdenken unseres Mobilitätsverhaltens, eine Verkehrswende“, so der Appell der VCD-Vorsitzenden, Dr. Helga Schmadel. Die verbesserte Luftqualität in mehreren Städten des Bundeslandes sieht Dr. Schmadel daher nur als vorübergehenden Erfolg: „Einfach nur anzustreben, die Grenzwerte in Mainz, Ludwigshafen und Koblenz zu unterschreiten, reicht nicht aus, denn ohne langfristigere Maßnahmen werden diese bald wieder über den erforderten 40 µg/m³ liegen.“

Der VCD fordert Land und Kommunen dazu auf Alternativen zum KFZ-Verkehr – Fuß- und Radverkehr sowie ÖPNV – durch Infrastrukturmaßnahmen und einer Verbesserung des Angebots konsequent zu fördern. Das VCD-Positionspapier zur langfristigen Sicherung der Luftreinhaltung und des Klimaschutzes im Verkehr fordert einen innovativen „Masterplan“ im Land und davon abgeleitet in den Kommunen. 

Auf politische Entscheidung warten, wird das Klima und unsere Gesundheit nicht retten. Deshalb ruft der VCD auf, selbst umzudenken: Wir alle können einige unserer regelmäßigen Wege mit dem Rad, Bahn bzw. Bus zurücklegen oder, wenn es denn der PKW sein muss, einfach häufiger den Kollegen oder Nachbarn mitnehmen. Bei Fragen helfen wir Ihnen gerne weiter. 

zurück