Rheinland-Pfalz

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Landesverband Rheinland-Pfalz

VCD Rheinhessen veröffentlicht Studie zur Ultrafeinstaubbelastung

Dr. Schmadel weist auf die Gefahren durch hochgiftigen Ultrafeinstaub hin

Koblenz/ Mainz, 8. April 2016. In den Verbrennungsprozessen der Flugzeugturbinen entstehen in großer Zahl Partikel, die nicht nur hochgiftig, sondern auch „ultrafein“ sind, so dass sie die Schutzmechanismen in den Atemwegen unterlaufen können. Die Biologin Dr. Helga Schmadel vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) stellt allerdings fest: „Weil die ultrafeinen Partikel sich den herkömmlichen Schadstoffmessungen in der Luft entziehen, sind Studien zur quantitativen Belastung und zu den Auswirkungen dieser Stäube auf die Gesundheit noch Mangelware.“ Auch für die Umgebung des Frankfurter Flughafens liegen bis jetzt keine durchgängigen Messungen vor.
Der VCD Rheinhessen hat deshalb eine autorisierte deutsche Fassung eines niederländischen Studienberichts über die Belastungen in der Nachbarschaft des Amsterdamer Flughafens erstellt. Die Ergebnisse der Studie bestätigen die Befürchtungen, dass sich aufgrund des Flugverkehrs die Partikelkonzentrationen auch noch im Abstand von mehreren Dutzend Kilometern massiv erhöhen und gesundheitliche Auswirkungen bis hin zu zusätzlichen Sterbefällen zu erwarten sind. Der VCD schließt sich daher den Forderungen der Bürgerinitiativen gegen Fluglärm an und fordert die Umweltbehörden in Hessen und Rheinland-Pfalz auf, flächendeckend eigene Messungen durchzuführen. Dies ist, so Dr. Schmadel, der erste Schritt, “damit endlich Grenzwerte für die Belastung formuliert und kontrolliert werden können“.
Die deutsche Fassung der Studie kann mit dem Kurzlink bit.ly/Ultrafeinstaub oder unter
www.vcd.org/vorort/rlp/themen/klima-verkehr/gefaehrlicher-ultrafeinstaub/ abgerufen werden.

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