Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz, Bahn & Bus

VCD fordert deutlich mehr Bahn und Bus, Verkehrswende wird angemahnt!

Der VCD war auf dem 12. Deutschen Nahverkehrstag in Koblenz mit einem Infostand vertreten. Unser wichtigstes Thema sind die weiterhin steigenden CO2-Emissionen im Verkehrssektor sowie die hinzukommenden NOX-Grenzwertüberschreitungen in vielen Großstädten, auch in Rheinland-Pfalz.

"Es müssen signifikant mehr Menschen und Güter mit öffentlichen Verkehrsmitteln befördert werden. Die Anstrengungen für saubereren Verkehr müssen deutlich gesteigert werden", fasst Dr. Helga Schmadel, Vorsitzende des Landesverbandes Rheinland-Pfalz, die Forderungen zusammen.

Der VCD sieht noch viel Luft nach oben bei der Verbesserung des Bahnangebotes und der Busanbindungen. Beim Bahnverkehr muss die Qualität und insbesondere die Kundeninformation verbessert werden. "Hier fühlt sich der Fahrgast oft allein gelassen und steigt beim nächsten Mal wieder ins Auto", berichtet Dr. Schmadel als Fahrgastvertreter.

Auch bei den verschleppten Reaktivierungen wird der VCD deutlich: "Die Aartalbahn muss für Personen und Güter reaktiviert werden. Es darf nicht sein, dass die Landespolitik eine überfällige positive Entscheidung auf Basis eines unzulänglichen Landesrechnungshof-Gutachtens aussitzt", macht die VCD-Landesvorsitzende ihren Unmut breit. "Es scheint beinahe, als ob das fehlerhafte Gutachten gegen eine Reaktivierung der Landesregierung gerade recht kommt, um eine Weiterentwicklung des Bahnverkehrs zu verhindern", spekuliert Schmadel.

Auch im Bussektor weist der VCD auf Mängel hin. Es werde viel zu sehr in Unternehmensinteressen und zu wenig im Interesse der Fahrgäste gedacht und gearbeitet. "Der Fahrgast ist der zentrale Unternehmensgrund, diesem gilt es ein attraktives Angebot von Haustür zu Haustür zu machen", fordert Frau Dr. Schmadel. Der VCD kritisiert, dass bei der Angebotsentwicklung die Kosten im Fokus stehen und zu wenig der Gesamtnutzen. "Wir brauchen echte Verbesserungen und kluge Maßnahmen zur Vermarktung und Gewinnung von Fahrgästen, damit der ÖPNV eine echte Alternative wird und damit zu einer Entlastung der Orte von NOX und CO2 führt", so Schmadel abschließend.

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