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Pressemitteilung des VCD Rheinland-Pfalz: „Neue Zahlen zeigen: Rasen ist tödlich“ – VCD fordert höhere Strafen und mehr Tempolimits

Mainz, 21. Juli 2020: Kürzlich veröffentlichte Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen: Jeder Dritte, der bei einem Unfall im Straßenverkehr ums Leben kommt, ist Opfer des Rasens. Angesichts der Rückwärtsrolle von Minister Scheuer hinsichtlich der Ahndung von Rasereistraftaten fordert der VCD härtere Bestrafungen für Raser, ein generelles Tempolimit und verstärkte Geschwindigkeits-Kontrollen.

Fast ein Drittel der Menschen, die bei Unfällen im Straßenverkehr ums Leben kamen, starben bei sogenannten Geschwindigkeitsunfällen. Das sind Unfälle, bei denen laut Polizei Unfallbeteiligte zu schnell fuhren. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes starben 2019 bei derartigen Unfällen 963 Menschen. 53.687 Menschen wurden verletzt, 13.769 Personen erlitten schwere Verletzungen.

Zwar sank die Zahl der Verkehrstoten im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2018 erneut, dennoch sprechen die Zahlen eine klare Sprache: Wer zu schnell fährt, riskiert Leben.
„Die mittels Formfehler kassierte Neuregelung des Bußgeldkataloges ist ein leicht durchschaubares Manöver des Bundesverkehrsministers zugunsten der Autoindustrie und gegen die Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmer, sagt Mario Pott, stellvertretender Vorsitzende des VCD Rheinland-Pfalz. „Die Raserei inner- und außerorts muss endlich gestoppt werden, so Pott. 
Wegen eines Formfehlers in der Eingangsformel der neuen StVO sind neue und schärfere Regeln für Fahrverbote bei zu schnellem Fahren inzwischen von allen Bundesländern vorerst außer Vollzug gesetzt worden. „Der VCD fordert die Wiederinkraftsetzung der neuen Regelung, die aus Sicht des VCD einen Meilenstein für mehr Verkehrssicherheit bedeutet“, so Pott weiter.

Zusätzlich setzt sich der VCD dafür ein, häufiger Geschwindigkeitskontrollen durchzuführen. Nur so kann der Straßenverkehr am Ende auch beruhigt werden. Außerdem ist das generelle Tempolimit eines der Kernforderungen, damit die Verkehrswende endlich gelingt: Für das Ziel, das kein Mensch mehr sein Leben im Verkehr verliert – die Vision Zero – braucht es kurzfristig neue Tempolimits: eine Höchstgeschwindigkeit von 120 Kilometer pro Stunde auf Autobahnen, von 80 Kilometer pro Stunde auf Landstraßen und eine Regelgeschwindigkeit von 30 Kilometer pro Stunde in der Stadt. Und: Allein durch 120 km/h auf Autobahnen könnten jährlich rund drei Millionen Tonnen CO2 eingespart werden – Tempolimits könnten also dem Klima helfen und Menschenleben retten. 

 

Rückfragen und Interview-Wünsche
Mario Pott, stellv. Vorsitzende VCD Rheinland-Pfalz; rlp@vcd.org 

 


Pressekontakt:


| Mobil 0176 11005401 
mario.pott@vcd-rlp.org www.vcd.org/rlp

 

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