Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz, Bahn & Bus, Pressemitteilung

Alle Jahre wieder: Fahrpreiserhöhung im Nahverkehr

Der VCD Rheinhessen fordert attraktiven Nahverkehr zu einem fairen Preis.

 

Mit deutlicher Kritik reagiert der VCD Rheinhessen (Verkehrsclub Deutschland) auf die geplanten Preiserhöhungen um 2,5 % im öffentlichen Nahverkehr. Leider zahle man mehr für Leistungen, die sich im vergangenen Jahr verschlechtert statt verbessert haben, so der VCD. Gerade für Kunden, die vom Desaster bei Vlexx- und Mittelrheinbahn betroffen sind, klingt die Preiserhöhung wie blanker Hohn und löst Frust und Wut aus.
Gau-Algesheims Stadtbürgermeister Michael König hat in einem Brief an die Landesregierung die Situation so beschrieben: Im gesamten Jahr 2019 gab es im Naheland und an der Rheinschiene unglaublich viele Zugausfälle, vielfach sogar ohne Ankündigung. Jetzt hat der Zugbetreiber Vlexx bekannt gegeben, dass bis Sommer 2020 Zugverbindungen auf der Strecke von Idar-Oberstein nach Mainz, Wiesbaden und Frankfurt ohne Ersatz entfallen sollen. Aus Sicht der Pendler gibt es damit keinen verlässlichen Verkehrstakt mehr in der Region, da müsse die Landesregierung eingreifen, so König.

Ein positives Beispiel sieht der VCD in Hessen, das für Auszubildende und Senioren Tickets zum Tarif von einem Euro pro Tag anbiete, die in ganz Hessen im Nahverkehr gelten. Gut für Mainzer Senioren, die das hessische Angebot auch nutzen können. Dass es nur für die Mainzer und nur für Fahrten ins hessische Gebiet gilt, bedauert der Verkehrsclub, denn viele Rheinland-Pfälzer im erwerbsfähigen Alter pendeln ins Rhein-Main-Gebiet und arbeiten dort. Für diese Menschen fordert der VCD ein günstiges Jobticket, das länderübergreifend gilt, als wichtigen Anreiz, auf den öffentlichen Verkehr umzusteigen. Selbstverständlich müssten genügend Kapazitäten in Bus und Bahn vorhanden sein. „Wer die Fahrt zur Arbeit stehend und dicht gedrängt zurücklegen muss, ist schnell wieder im eigenen Auto – zwar im Stau, aber mit Radio, Heizung und garantiertem eigenen Sitzplatz hinter dem Steuer“, so Dr. Helga Schmadel, Vorsitzende des VCD Rheinhessen.

Auch beim Busnetz und den Umsteigemöglichkeiten von der Schiene auf den Bus sieht der VCD Rheinhessen noch deutliche Verbesserungsmöglichkeiten, die hoffentlich mit dem nächsten Fahrplan und der Umsetzung des neuen Buskonzeptes realisiert werden.

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