Rheinland-Pfalz

Auto & Straße, Luftreinhaltung, Verkehrslärm, Pressemitteilung
Ludwigshafen-Vorderpfalz

VCD lehnt Öffnung der Bayreuther Straße ab

Der Kreisverband Ludwigshafen-Vorderpfalz des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) lehnt die von der Stadt geplante Öffnung der Bayreuther Straße für Durchgangsverkehr ab. "Kein seriöser Verkehrsplaner wird heute noch behaupten, dass man mit mehr Straßen Autoverkehr reduzieren kann", erläutert der stellvertretende Kreisvorsitzende Helmut Buchholz die Ablehnung. Wer mit dem Versprechen werbe, mit der Öffnung der Bayreuther Straße würden andere Straßen des Stadtgebiets von Autos relevant entlastet, täusche die Bürger, sind die Teilnehmer des Stammtischs des ökologischen Verkehrsclubs überzeugt.

·         Öffnung der Bayreuther Straße erzeugt mehr Autoverkehr

·         Von der Stadt angeführte Entlastungen für die Anwohner nicht spürbar

·         VCD regt Tempo 30 in Durchgangsstraßen an

 

Die Aktiven verweisen auf den Umweltbericht von 2014. Darin schreibt die Stadtverwaltung selbst, dass eine merkbare Lärmentlastung nur zu erreichen wäre, wenn die Kfz-Fahrten insgesamt um 50 Prozent reduziert werden könnten. Weiter heißt es, dass solche Ziele unrealistisch seien und damit das Lärmminderungspotenzial durch Verkehrsvermeidung als sehr gering einzustufen sei. Die der Öffnung der Bayreuther Straße würde also keinen Verkehr vermeiden, sondern Verkehr verlagern, stellen die Teilnehmer des Stammtischs fest.

Im Gesamtverkehrsplan von 2005 hielten die Verkehrsfachleute der Stadt dazu fest, dass Entlastungen in der Deutschen- und der Valentin-Bauer-Straße höhere Belastungen in der Kopernikusstraße gegenüberstünden. Weitere Probleme heißt es, seien die damit entstehende Lärmproblematik für die umliegenden Wohnhäuser und höhere Belastungen an der Bliesschule. Sicherheitsprobleme an Hort und Kindergarten und die Kosten für den Ausbau und die Anbindung an die übergeordneten Straßen werden von der Stadt ebenfalls als Argumente gegen eine Öffnung der Bayreuther Straße aufgezählt.

Für die Bewohner des Stadtteils West bedeutet das, so der VCD, dass sie über die Straßenausbaubeiträge eine Maßnahme mitfinanzieren, die dem Stadtteil mehr Autos und Belastungen beschert und deren geringe Entlastungen in anderen Straßen niemand wahrnehmen wird. Der VCD plädiert stattdessen für die Ausweisung von Tempo 30 in den Durchgangsstraßen, in denen dies möglich ist. Diese Maßnahme verringert nicht nur den Verkehrslärm, sie erhöht auch die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer, meint Beisitzer Dieter Netter. Daneben sei es Gebot der Stunde, den Öffentlichen Nahverkehr auszubauen und die Angebote für Radfahrer zu verbessern. Insbesondere die stark genutzte Radwegeverbindung über die Rotkreuz- und Bayreuther Straße müsse ausgebaut werden, fordern die Teilnehmer des Stammtischs zur Mobilität.

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